Miami rüttelt am weltrang: navarro schießt an stupa vorbei

Pablo Cardona ist zurück, die nächste spanische Armada schießt aus den Startlöchern – und Paquito Navarro hat sich mit Mathe statt Macht Platz sechs zurückgeholt. Das P1 von Miami war auf den ersten Blick ein „runder“ Turnierverlauf als das Spektakel in Cancún, doch wer die Zahlen studiert, entdeckt ein Beben im obersten Stockwerk des Rankings.

Stichdatum Samstag, Viertelfinale: Navarro und Fran Guerrero scheitern knapp an Coello und Tapia, aber der Sevillaner sammelt genug Punkte, um den Argentinier zu überholen. Grund: Stupa verteidigte letztes Jahr Finale-Punkte, scheitert diesmal bereits im Halbfinale. Ergebnis: Navarro auf sechs, Stupa rutscht auf sieben. Die Lektion: In der FIP-Wertung zählt nicht nur das Tennisspiel, sondern auch die Kalenderarithmetik.

Dahinter schraubt sich vor allem Manu Castaño in die Top-70. Der 22-Jährige springt neun Ränge auf Position 66 und lässt Tino Libaak, der elf Plätze einbüßt, als größten Verlierer des Monats zurück. Libaaks Sturzfolge: Nach seiner Verletzung im Vorjahr droht ihm erst einmal Luft nach unten – bis die Punkteaspiration 2025 leer wird.

Spanien versammelt die next gen

Spanien versammelt die next gen

David Gala, Guille Collado, Pol Hernández und Pablo García marschieren gemeinsam nach vorn. Collado und Gala jeweils plus zwei, Hernández und García plus eins – ein kleines Spanien-Sammelsurium zwischen Platz 33 und 37. Maxi Arce schließt sich als Nummer 45 an, drei Plätge gut gemacht. Die Botschaft: Gijón steht bevor, und die Iberer wollen ihren Erfolgstrom jetzt auf heimischem Sand fortsetzen.

Im Damenfeld bleibt Martina Calvo der Blickfang. Die Navarrin rückt auf Position 13 vor und klopft an die Tür der Top Ten. Dahinter lauern Carmen Goenaga und Bea Caldera auf Platz 17 – ein Trio, das künftig die etablierte Riege um Josemaría und González unter Druck setzen könnte.

Die Rechnung für Buenos Aires steht bereits: Wer in Newgiza nur halb zulegt, verliert Boden. Wer in Argentinien die Nerven behält, schreibt neue Zahlen. Der Circuit atmet kurz durch – danach droht die nächste Ranglistenlawine.