Mexiko vor sensation: kann 'el tri' endlich den fluch brechen?

Guadalajara – Die Fußballwelt blickt erwartungsvoll nach Mexiko. Nicht nur, weil das Land 2026 gemeinsam mit den USA und Kanada eine Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet, sondern auch, weil die Nationalmannschaft, 'El Tri', eine historische Chance wittert. Nach Jahren der Enttäuschung scheint der Stern des Teams unter Trainer Javier 'Vasco' Aguirre wieder heller zu scheinen – zumindest für den Moment.

Ein auftakt nach maß und die hoffnung auf den fünften stern

Der Start ins Turnier war vielversprechend: Ein 2:0-Sieg gegen Südafrika im Estadio Azteca ließ die Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden neu aufleben. Gegen Südkorea folgte ein knapper, aber wichtiger 1:0-Sieg, der die Position im Gruppe A weiter festigte. Die Spannung ist spürbar, denn das gesteckte Ziel, den sogenannten 'quinto partido' – das Viertelfinale – zu erreichen, der lange Zeit eine unüberwindbare Hürde für mexikanischen Fußball darstellte, scheint nun greifbar.

Doch der Weg ist noch lang. 'El Tri' ist bekannt für seine Höhen und Tiefen, und die Konkurrenz in der Gruppe ist alles andere als leicht. Die beiden Giménez-Brüder, Raúl und Santiago, gelten als Schlüsselspieler im Angriff, während César Montes in der Abwehr für Stabilität sorgen soll und Edson Álvarez im Mittelfeld das Spiel lenkt. Die jungen Talente Marcel Ruiz und Gilberto Mora könnten ebenfalls überraschen, auch wenn ihre Erfahrung noch fehlt.

Korea: das erbe von hiddink und die neue generation

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Auch Südkorea reist mit Ambitionen an. Die Erinnerung an die Bronzemedaille bei der WM 2002 unter Guus Hiddink ist noch lebendig, auch wenn es seitdem nicht mehr zu solch einem Erfolg gereicht hat. Die 'Taegeuk Warriors' setzen auf ihre bewährten Kräfte, allen voran den Starstürmer Son Heung-min, der mit 54 Toren den historischen Rekord von Cha Bum-kun in Reichweite hat. Kim Min-jae ist der Fels in der Brandung in der Verteidigung, während Hwang In-beom das Mittelfeld kontrolliert. Ein besonderes Augenmerk gilt Kang-in Lee, dem jungen Talent, das bereits bei der U20-Weltmeisterschaft 2019 überzeugte.

Südafrika: eine reise in die vergangenheit und die suche nach neuen helden

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Für Südafrika ist es die vierte Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Die glorreichen Tage der frühen 1990er Jahre, als Spieler wie McCarthy, Masinga und Fish das Land begeistert haben, scheinen weit entfernt. Die Hoffnung ruht nun auf Torwart und Kapitän Ronwen Williams, der für die FIFA sogar für den Yashin-Preis nominiert wurde, sowie auf Lyle Foster im Angriff. Trainer Hugo Broos muss versuchen, die wenigen Lichtblicke im Team zu bündeln und das Potenzial von jungen Spielern wie Tylon Smith auszuschöpfen. Ein Kraftakt, angesichts der schwierigen Aufgabe.

Tschechien: erneuter anlauf nach 20 jahren

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Die Tschechische Republik kehrte nach 20 Jahren zu einer Weltmeisterschaft zurück, nachdem sie in der europäischen Qualifikation in einer dramatischen Elfmeterschießerei Dänemark bezwungen hatte. Das Team von Trainer Jaroslav Šilhavý setzt auf eine Mischung aus Erfahrung und Talent. Soucek und Darida im Mittelfeld, Krejcí und Hranac in der Abwehr sowie Patrick Schick im Angriff sollen für Stabilität und Gefahr sorgen. Die Kombination aus gestandenen Premier-League-Spielern und aufstrebenden Talenten aus der heimischen Liga könnte für Überraschungen sorgen.

Die Ausgangslage vor den letzten Gruppenspielen ist klar: Mexiko führt die Gruppe A mit sechs Punkten an, gefolgt von Südkorea (3 Punkte), der Tschechischen Republik (1 Punkt) und Südafrika (1 Punkt). Es wird ein spannender Schlussabschnitt, in dem 'El Tri' die Chance hat, Geschichte zu schreiben und den Fluch des 'quinto partido' endlich zu brechen.