Meuselwitz am abgrund: leopold schimpft nach demütigung!

Meuselwitz – Der ZFC Meuselwitz steckt tiefer in der Krise als je zuvor. Nach der deutlichen 0:4-Niederlage gegen die ambitionierte BSG Chemie Leipzig hat Trainer Georg-Martin Leopold die Segel endgültig gestreift. Seine Worte nach dem Spiel hallen nach: „Das war einfach schlecht!“, polterte er und ließ wenig auf sich warten.

Der klassenverbleib wird zur mission unmöglich

Die Niederlage gegen Leipzig reiht sich in eine beunruhigende Serie ein: Fünf Spiele ohne Sieg, dazu die bereits verpasste Chance, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Der Abstand zum rettenden Ufer, dem Greifswalder FC, beträgt nun zwei Punkte. Die Thüringer müssen am kommenden Samstag auswärts gegen den BFC Preußen punkten, um ihre Chance auf den Klassenerhalt nicht endgültig zu verspielen. Ein Aufstieg des Staffelsiegers würde Meuselwitz den direkten Abstieg in die Oberliga bescheren – ein Szenario, das niemand im Verein offen ansprechen möchte.

Die Leipziger präsentierten sich als eine haushoch überlegene Mannschaft, angetrieben vom Viererpack von Stanley Ratifo. Die Meuselwitzer hingegen wirkten von Anfang an eingeschüchtert und spielerisch limitiert. „Wir haben uns unsere gute Ausgangsposition völlig kaputtgemacht“, klagte Leopold. „Die erste Halbzeit war ein sportliches Desaster. Wir haben in den Zweikämpfen nicht nachgelegt und waren spielerisch nicht gut.“

Leopold unter druck – zukunft ungewiss

Leopold unter druck – zukunft ungewiss

Die Vertragsverlängerung von Georg-Martin Leopold, die erst vor wenigen Wochen verkündet wurde, wirkt angesichts der aktuellen Lage wie ein bitterer Hohn. Ob der erfahrene Coach die Mannschaft auch in den entscheidenden Spielen der Saison noch motivieren kann, bleibt abzuwarten.

Ein Blick auf die Zahlen offenbart die erschreckende Realität: Meuselwitz hat in den letzten fünf Spielen 13 Gegentreffer kassiert und nur drei Treffer erzielt. Die Abwehr ist ein Sieb, das Angriffslustige kaum noch aufhalten kann. Aber es gibt noch Hoffnung. Ein Sieg in den verbleibenden Spielen, kombiniert mit einem Patzer des Greifswalder FC, könnte den Klassenerhalt doch noch möglich machen.

Der Pokalfinale gegen Carl Zeiss Jena am Ende der Saison könnte zudem die finanzielle Situation des Vereins verbessern und dem Verein einen DFB-Pokal-Startplatz sichern. Allerdings müssen die Meuselwitzer zuerst die beiden Liga-Spiele erfolgreich bestreiten. Der Druck ist enorm, die Zeit drängt.