Mesut özil zerreißt seine familie: kein kontakt zum vater, millionen-abfindung, neue tochter

Ein Ferrari F458 und 8,1 Millionen Euro – so viel kostete die Trennung von Mesut Özil von seinem Vater. Seitdem schweigen sich beser seit elf Jahren. Im September kommt seine dritte Tochter zur Welt, der Großvater wird sie nie kennenlernen.

Der tag, an dem özil die tür seines eigenen büros verschließen ließ

Mitten in Düsseldorf, auf der Königsallee, wechselte die Agentur die Schlösser. Mustafa Özil stand vor verschlossener Tür. Sein Sohn hatte gerade den Wechsel zu Arsenal hinter sich, 175.000 Euro Wochengehalt, dazu ein Adidas-Deal mit bis zu 3,5 Millionen. Der Vater war raus, Bruder Mutlu übernahm. Erkut Sögüt wurde zum neuen Machtmensch.

Die Real-Verhandlungen waren der Auslöser. Mustafa war wutschnaubend aus dem Büro von Florentino Pérez gestürmt, die Tür knallte. Mesut landete in Ungnade, der Deal platzte. In seiner Biografie schreibt er von fehlender „Abgeklärtheit“. Der Vater erzählt es heute leiser, mit Zigarre und Wasser in der Raucherlounge des Breidenbacher Hof, wo er früher Verträge verhandelte.

Die halbschwester, die in keiner tv-doku vorkommt

Die halbschwester, die in keiner tv-doku vorkommt

Deniz Kosek-Özil, 35, erinnert sich an den „Affenkäfig“ in Gelsenkirchen, an Kaugummiautomaten und Treppenrutschen. In Mesuts offizieller Version gibt es sie nicht. Er zählt nur die vier Kinder aus der Ehe seiner Eltern auf. Deniz traf ihn zuletzt in London, danach war Schluss. Auch sie kennt seine Töchter nicht.

Mustafa holt sich Lebenszeichen von seiner geschiedenen Frau Gülizar und seiner Tochter Duygu. Zwischen den Frauen herrschte jahrelang Funkstille, heute telefonieren sie wieder. Der Patriarch sitzt im Hotel, die Asche der Zigarre fällt auf den Marmortisch. Er spricht von „Trennung“, nicht von Scheidung. Der Stolz auf den Weltmeistersohn ist geblieben, der Schmerz auch.

Istanbul, asiatische seite, neue identität

Istanbul, asiatische seite, neue identität

Auf einem Hügel mit Blick auf den Bosporus baut Mesut Özil sein neues Leben. Kein DFB-Trikot mehr, keine Pressekonferenzen, keine Erklärungen für Erdogan-Fotos. Deutschland gilt als abgehakt. Die Steuerprüfung in Spanien war ein Nebenschauplatz, der Ferrari half bei den Abschreibungen. Mustafa wartet weiter, dass der Sohn den ersten Schritt macht. Die Geburt der dritten Enkelin wird er nur über Instagram mitbekommen – wenn überhaupt.