Flensburg schlägt in skanderborg ein und träumt vom dritten pokal

38:32 in Jütland – Flensburg-Handewitt hat Skanderborg mit einer furiosen zweiten Halbzeit niedergebrummt und steht vor dem dritten European-League-Titel in Serie. Johannes Golla und Marko Grgic waren nicht nur an Bord, sie steuerten das Spiel.

Golla und grgic schreiben ein vorläufiges ende

Die Zahlen sprechen für sich: Neun Treffer von Golla, acht von Grgic – gemeinsam mehr als ein Drittel aller SG-Tore. Doch die Story steckt zwischen den Linien. 22:22 in Minute 41, die dänische Halle kocht. Dann dreht Grgic auf, erntet zwei Siebenmeter, verwandelt beide. Golla blockt im Anschluss einen Konter, sprintet mit, trifft zum 27:23. Skanderborg wirkt plötzlich kleiner, der Mehrfachpokalträger größer.

Das Rückspiel am Dienstag (18.45 Uhr, Flens-Arena) ist zur Routine geworden, doch das 38:32 verleiht der Partie ein anderes Gewicht. Ein Sechs-Tore-Vorsprung ist im Handball kein Freifahrtschein, aber ein Sechser im Lotto nach 60 Minuten Lärmbelastung in Aarhus. Trainer Maik Machulla schickte seine Startformation bereits nach 25 Minuten auf die Bank, um frische Beine für den Endspurt zu haben. Die Rechnung ging auf.

Melsungen, kiel und hannover schauen neidisch rüber

Melsungen, kiel und hannover schauen neidisch rüber

Während Flensburg schon ein Bein im Viertelfinale hat, müssen andere deutsche Klubs noch zittern. MT Melsungen reist an diesem Abend nach Fredericia, muss in der Metal-Fabrik-Hölle bestehen. Der THW Kiel und die TSV Hannover-Burgdorf haben die Hauptrunde dank Gruppensieg hinter sich, aber das bedeutet nur, dass sie länger auf den Ernstfall warten. Die K.O.-Runde der letzten Acht startet am 28. April, das Final Four in Hamburg steht am 30./31. Mai an.

Flensburg will zurück in die Barclaycard Arena, wo sie 2024 den Pokal stemmten. Die nächste Station ist Skanderborg-Rückspiel, doch die Gedanken kreisen schon um Hamburg. Dreimal in Folge – das wäre eine Marke, die selbst die großen Zeiten des Klubs in der Königsklasse überstrahlt.