Messi auf dem weg zu seinem 200. länderspiel: kann lautaro die neue waffe werden?

Kansas City – Die Vorbereitung der Weltmeister auf den Titelverteidigungsversuch bei der WM 2026 ist von Unsicherheiten geprägt. Verletzungen und Formschwankungen stellen Trainer Lionel Scaloni vor große Herausforderungen, insbesondere im Angriffsbereich. Während Lionel Messi erwartungsgemäß fit und fokussiert wirkt und seinen historischen Meilenstein von 200 Länderspielen erreichen wird, zeichnet sich eine interessante Verschiebung im Duell um die Position neben dem Superstar ab.

Lautaro martínez im aufwind – alvarez verliert an boden

Lautaro martínez im aufwind – alvarez verliert an boden

Julian Alvarez, der im Triumph von Katar noch eine tragende Rolle spielte, kämpft derzeit mit Knieproblemen und verliert dadurch an Trainingszeit. Das bedeutet für Lautaro Martínez eine seltene Chance, sich als Stammspieler zu etablieren. Javier Zanetti, Inter Mailands Vize-Präsident und argentinischer Fußballlegende, äußerte sich enthusiastisch: „Ich vertraue auf Lautaro! Mit Messi und Alvarez als Sturmduo – das ist ein Traum für uns Argentinier!“ Die athletischen Tests in Kansas City bestätigen Zanettis Einschätzung: Lautaro ist in Topform, im Gegensatz zu seinem Auftritt in Katar, wo er mit einer verletzten Knöchel angeschlagen war.

Die Situation ist ironisch: Bereits 2022 stand Lautaro kurz vor einem Stammplatz an Messis Seite, doch eine erneut fehlende Knöchelsicherheit verhinderte seinen Durchbruch. Nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Alvarez‘ verpasste Trainingszeiten und die gerüchte 150-Millionen-Euro-Offerte von Atlético Madrid für ihn, haben seine Position geschwächt. Ob Scaloni es schafft, beide Spieler in einer funktionierenden Konstellation zu integrieren, bleibt abzuwarten. Ein 4-4-2-System, das in den jüngsten Testspielen gegen Honduras und Island zum Erfolg führte, könnte Lautaro und Messi mehr Freiheiten im Angriff gewähren und ihnen die notwendige taktische Flexibilität bieten.

Doch die Sorgen bei Scaloni gehen über die Sturmfrage hinaus. Das Fehlen von Paredes im Mittelfeld und die angeschlagene Hand von Torwart Emiliano „Dibu“ Martínez stellen weitere Probleme dar. Zudem muss der Trainer möglicherweise auf Tagliafico zurückgreifen, der sich ebenfalls mit einer Muskelverletzung herumschlägt. Marcos Senesi, ein vielseitiger Neuling im Kader, könnte in dieser Situation als Linksverteidiger eine wichtige Rolle spielen.

Die Argentinier träumen von einer Wiederholung des historischen Erfolgs von 2022, als sie in Messi einen nahezu göttlichen Spieler sahen. Mit 39 Jahren, die er kurz nach dem zweiten Spiel des Turniers gegen Österreich vollenden wird, wirft die Frage auf, ob er in der Lage sein wird, seine außergewöhnliche Leistung zu wiederholen. Doch mit Spielern wie Lautaro Martínez, der aktuell eine beeindruckende Form zeigt, ist alles möglich. Die WM 2026 verspricht ein spannendes Kapitel in der Geschichte des argentinischen Fußballs zu werden.