Mérida scheitert in madrid: tsitsipas zerstört traum vom top-100-einzug

Ein jähes Ende für Dani Mérida beim Mutua Madrid Open: Der Lokalmatador verlor gestern gegen Stefanos Tsitsipas in nur 64 Minuten mit 6:4 und 6:2. Ein bitterer Rückschlag für den jungen Spanier, der kurz vor dem Sprung unter die Top 100 stand.

Die katastrophe im zweiten satz

Mérida, der in den vorherigen Runden noch auf der vermeintlich weniger prestigeträchtigen Platz 3 gespielt hatte, durfte sich im dritten Duell gegen Tsitsipas erstmals das Arantxa Sánchez Vicario teilen – eine Anerkennung für seine Leistungen des letzten Monats. Doch die Bühne wurde zur Bühne des Scheiterns. Nachdem er im ersten Satz noch mithalten konnte, brach Mérida im zweiten Satz förmlich ein. Ein entscheidender Break zum 4:4, gefolgt von sieben verlorenen Spielen in Serie, besiegelten sein Schicksal.

Die Aufschlagleistung des Spaniers war an diesem Tag alles andere als sattelfest, und Tsitsipas nutzte dies gnadenlos aus. Der Grieche präsentierte sich in Topform und zeigte eine beeindruckende Mischung aus aggressivem Spiel und taktischer Finesse. Seine Rückhand war ein einziger Hexenschuss für Mérida.

Ruud im viertelfinale, jódar als letzte hoffnung

Ruud im viertelfinale, jódar als letzte hoffnung

Im Viertelfinale trifft Tsitsipas auf Casper Ruud, der Alejandro Davidovich klar in zwei Sätzen ausschaltete. Mit dem Ausscheiden von Mérida schwinden die Hoffnungen des spanischen Tennis auf ein Minimum. Nur noch Rafa Jódar, der sich gegen Vit Kopriva durchsetzen muss, steht für Spanien in der Vorschlussrunde.

Die Hitze (26 Grad) mag zwar ein Faktor gewesen sein, doch die Ursache für den Zusammenbruch von Mérida lag tiefer. Die Erwartungen waren hoch, der Druck enorm. Er wirkte verunsichert und konnte dem druckvollen Spiel von Tsitsipas kaum etwas entgegen setzen.

Lo que niemand cuenta ist, dass Mérida dieses Turnier mit der Weltranglistenposition 102 bestritt und Madrid mit dem 86. Rang verlässt. Ein Achtungserfolg, der ihm den direkten Einzug in Roland Garros ermöglicht. Dennoch wird er sich die verlorene Chance in Madrid wohl noch lange anmerken lassen müssen. Die nächste Hürde wartet bereits in Rom, wo er sich über die Qualifikation für das Masters 1000-Turnier kämpfen muss – eine bittere Ironie für einen Spieler, der so kurz vor dem Durchbruch steht.