Mercedes und red bull: trick mit dem elektromotor wird verboten!

Die Formel-1-Welt steht Kopf: Mercedes und Red Bull wurden beim Ausnutzen einer Schlupflose im technischen Reglement erwischt. Ein cleverer Schachzug, der nun von der FIA unterbunden wurde – und die Strategie der beiden Teams für die kommenden Rennen grundlegend verändern könnte.

Die clevere umgehung: wie es funktionierte

Die Teams nutzten eine Sicherheitsfunktion des MGU-K, des elektrischen Motors, strategisch aus. Kurz vor dem Ende einer Qualifikationsrunde schalteten sie den Motor ab, um die obligatorische, schrittweise Reduzierung der Leistung zu umgehen. Normalerweise muss die Leistung des Elektromotors bei voller Batterie langsam reduziert werden, um ein abruptes Leistungsabbrechen – und damit eine gefährliche Situation – zu vermeiden. Doch durch das Abschalten des Motors konnten Mercedes und Red Bull bis kurz vor die Ziellinie volle Leistung behalten und sich so einen entscheidenden Vorteil sichern.

Die Idee war so simpel wie brillant: Da der Motor nach dem Überqueren der Ziellinie ohnehin nicht mehr benötigt wird, war die anschließende 60-sekündige Blockade des Systems durch die FIA in der Qualifikation kein Problem. Es war ein kleiner Preis für den zusätzlichen Schub, den die Teams dadurch erlangten – schätzungsweise 50 bis 100 kW mehr Leistung im entscheidenden Moment.

Das Problem: Sicherheit geht vor

Doch die Freude währte nicht lange. Bei den Rennen in Suzuka wurde beobachtet, dass die Autos von Max Verstappen und Kimi Antonelli nach dem Abschalten des Elektromotors gefährlich langsam aus den Kurven kamen und das Risiko eines Stillstands auf der Strecke bergen. Alex Albon musste sogar während der Trainingspause komplett anhalten. Diese Vorfälle alarmierten die Konkurrenz, insbesondere Ferrari, und führten zu einer offiziellen Untersuchung durch die FIA.

Die reaktion der fia: stopp gegen den trick

Die reaktion der fia: stopp gegen den trick

Die FIA reagierte prompt und präzisierte die technischen Regeln. Das Abschalten des MGU-K ist ab sofort nur noch in echten Notfällen gestattet – nicht mehr für strategische Zwecke. Die Streckenkontrolleure werden die Telemetriedaten aller Autos genau überwachen, und bei verdächtigen Abschaltungen ohne erkennbaren technischen Defekt drohen Strafen. Ein cleverer Trick, der nun endgültig Geschichte ist.

Die Frage, die sich nun stellt: Wie werden Mercedes und Red Bull ihre Qualifikationsstrategie anpassen? Und wird Ferrari, beflügelt durch die erlassenen Regeln, die Lücke zu den Silberpfeilen und den Bullen schließen können? Die kommenden Rennen werden es zeigen.