Claude-maurice: augsburgs schlüsselspieler – abschied im sommer?

Der FCA Augsburg steht vor einer Zerreißprobe. Alexis Claude-Maurice, zweifellos der Unterschiedsspieler der laufenden Saison, könnte bereits im Sommer die Fuggerstädter verlassen. Ein neuer Negativrekord in Sachen Unentschieden mag die Stimmung entspannt wirken lassen, doch die Wahrheit ist ernüchternd: Augsburg verliert angesichts der Tabellenposition immer wieder unnötige Punkte.

Die verpasste chance vom elfmeterpunkt

Die verpasste chance vom elfmeterpunkt

Das jüngste 2:2 gegen Hoffenheim verdeutlichte einmal mehr die Abhängigkeit vom französischen Spielmacher. Claude-Maurice hatte die Chance, mit einem verwandelten Elfmeter den Sieg perfekt zu machen, scheiterte aber am gegnerischen Torwart. Die Enttäuschung war greifbar, nicht zuletzt, weil er die Augsburger zuvor mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung gebracht hatte. Es wäre sein sechster Treffer der Saison gewesen – und ein Doppelpack.

Doch die Leistungskurve des 27-jährigen Franzosen zeigt seit der Winterpause deutlich nach oben. Alle neun Scorerpunkte gelangen ihm in diesem Jahr, fünf Tore und vier Vorlagen beweisen seine zunehmende Bedeutung für das Team. 22 Millionen Euro bot der VfB Stuttgart im Sommer bereits für ihn, was damals vom FCA abgelehnt wurde – vor allem aufgrund der Kürze der Frist.

Die Verantwortlichen um Sportdirektor Benni Weber und Geschäftsführer Michael Ströll sind sich bewusst, dass in der Personalie Claude-Maurice Bewegung kommen könnte. Ein Abschied wäre nachvollziehbar und könnte dem Verein einen weiteren lukrativen Transfer bescheren, ähnlich wie bei den Abgängen von Arne Engels (Celtic) oder Ermedin Demirovic (Stuttgart), deren Marktwert beim FCA enorm gesteigert wurde. Die Ablösesumme von 2024, als er ablösefrei von Nizza kam, wirkt im Rückblick wie ein Schnäppchen.

Claude-Maurice befindet sich im besten Fußballeralter und wird sich mit Sicherheit bald neue Türen öffnen. Augsburg hingegen hat die Chance, erneut einen Spieler zu verkaufen, der seinen Wert beim Verein mehrfach unter Beweis gestellt hat. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann der VfB Stuttgart oder ein anderer Verein erneut anklopft. Die Zeichen stehen auf Abschied – ein Abschied, der sowohl für den Spieler als auch für den FCA finanziell vorteilhaft sein könnte. Sein Einfluss auf das Spiel des FCA ist unbestritten, und sein Weggang wird eine Lücke hinterlassen, die schwer zu füllen sein wird.