Melsungen schnappt sich die königsklasse – trotz überraschender niederlage!
Ein Fußballspiel, das keiner so ganz verstand: MT Melsungen hat sich, paradoxerweise, durch eine deutliche 28:39-Niederlage gegen die Füchse Berlin das Ticket für die Handball-Königsklasse gesichert. Ein skurriles Szenario, das vor allem den neuen Regelbestimmungen zu verdanken ist, lässt die Handball-Szene sprachlos zurück.
Die bittere pille für flensburg
Die Hessen können nun offiziell mit der Champions League planen, während die SG Flensburg-Handewitt leer ausgeht. Ein solider Auftritt in der ersten Halbzeit ließ zwar Hoffnungen aufkommen, doch die Füchse Berlin demonstrierten ihre Dominanz und sicherten sich damit den zweiten Tabellenplatz, der ihnen zuvor noch hätte abhandenkommen können. Die Entscheidung war bereits gefallen, lange bevor der Schlusspfiff ertönte.
Was niemand so ganz auf dem Schirm hatte: Hätten die Berliner ihren zweiten Platz am letzten Spieltag an Flensburg verloren und diese dann die Champions League gewonnen, wäre Melsungen trotz des historischen ersten Vereinstitels und des European-League-Sieges außen vor gewesen. Die Mathematik des Handballs ist manchmal unerbittlich, und in diesem Fall hat sie Melsungen zu einem überraschenden Triumph verholfen. Die Berliner haben nun einen Vorsprung von zwei Punkten auf Flensburg, und die deutlich bessere Tordifferenz ist nicht mehr aufzuholen. Das ist schlichtweg eine Meisterleistung im strategischen Schachspiel.

Krickau’s team legt einen gang zu
Besonders in der zweiten Halbzeit zeigte das Team von Trainer Nicolej Krickau, was in ihnen steckt. Ein fulminanter 5:1-Lauf direkt nach der Pause besiegelte die Partie und machte den Sieg der Füchse zur Gewissheit. Mathias Gidsel war mit neun Toren der auffälligste Spieler auf dem Feld und bewies einmal mehr seine Weltenklasse.
Flensburg hingegen, das gegen den ThSV Eisenach einen Pflichtsieg errang, muss sich mit der zweitklassigen European League zufrieden geben. Ein herber Rückschlag für die Norddeutschen, die auf ein besseres Ende der Saison gehofft hatten. Der Handball-Knorr wird sich nun auf seine Meisterschaftschancen mit Aalborg konzentrieren müssen, während die Fans in Melsungen feiern, wenn auch unter seltsamen Umständen.
Die Handball-Welt steht Kopf, und Melsungen schreibt Handballgeschichte – auf eine Art und Weise, die niemand vorher für möglich gehalten hätte. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Ereignisse auf die kommende Saison auswirken werden, aber eines ist sicher: Der Handball-Sport ist unberechenbar und voller Überraschungen.
