Medwedew verliert koffer – und droht miami-aus

Daniil Medwedew steht mit leeren Händen in Miami. Kein Schläger, keine Schuhe, keine Hoffnung? Der Finalist von Indian Wells landete in Florida – und seine Taschen landeten nicht. «Hallo United Airlines, ich brauche mein Gepäck, um zu spielen», postierte der Russe. Die Airline schweigt, das Turnier rückt.

Die odyssé beginnt von vorn

Die odyssé beginnt von vorn

Vor zwei Wochen raste Medwedew noch über Interstate 10, um nach Kalifornien zu kommen. Raketen über Dubai, sieben Stunden Taxi nach Maskat, Zwischenstopp Istanbul – ein Roadmovie mit Happyend, weil er Alcaraz schlug und Sinner ärgerte. Jetzt dasselbe Spiel, nur ohne Props.

Die Zahl, die alles sagt: 0 – so viele seiner vier Taschen trafen ein. Kein Ersatzframe, keine Ersatzstrings. Sponsoren schicken Ersatz, aber die Schuhe sitzen nicht, die Griffstärke passt nicht. «Wenn ich morgen mit Leihmaterial verliere, ist das keine Geschichte mehr, sondern eine Farce», sagte er der Miami Herald.

United Airlines kündigte an, die Taschen «so schnell wie möglich» nachzuschicken. Schnell heißt hier: Dienstag Vormittag, Matchplan Mittwoch Abend. Ein Window von 36 Stunden, in denen sich ein ganzes Team durch die Airport-Wildnis buddeln muss.

Die Ironie: Wer in der Wüste Auto fuhr, um zu siegen, scheitert nun am Flughafen-Shuttle. Die Lektion: Im modernen Tennis zählt nicht nur die Quote der ersten Aufschläge, sondern auch die der Gepäck-Tracker.