Mbappé wehrt sich: falsches knie untersucht? „nie passiert“

Kylian Mbappé hat den Ball flachgehalten – und die Story mit dem falschen Knie ebenso. In Foxborough, eine Handbreit vor Boston, sagt der Superstar aus Madrid: „Das Gerücht, man hätte mein gesundes Knie untersucht, ist frei erfunden.“

Die Bombe detonierte am Montag in spanischen und französischen Medien: Real Madrid habe nach dem Länderspiel-Aus gegen Liechtenstein statt dem linken das rechte Knie gescannt – das unverletzte. Ein Skandal, hieß es, ein medizinischer Blackout. Mbappé lachte am Dienstag nur müde. „Vielleicht bin ich selbst schuld, weil ich nicht genau gesagt habe, was Sache ist“, räumt er ein. „Wenn man kommuniziert, füllen andere die Lücken mit Fantasie.“

Die wahrheit in drei sätzen

Die wahrheit in drei sätzen

Er habe Schmerzen im linken Gelenk gehabt, das sei intern klar gewesen. Die Ärzte hätten genau dieses Knie behandelt – nur eben ohne große Ankündigung. „Kein Scan, keine Bilder, nichts wurde am rechten Bein gemacht“, betont der 25-Jährige. Die Verwirrung entstand, weil keine offizielle Verlautbarung folgte. „In der Stille wuchsen Mythen.“

Die Zahlen sprechen für sich: Mbappé absolvierte seit seinem Wechsel zu Real 13 Pflichtspiele, erzielte neun Tore, verpasste aber bereits zwei Länderspieltermine wegen Knieproblemen. Die französische FFF veröffentlichte keine Medizin-Updates, Real schwieg – perfekte Nährboden für Spekulationen.

Jetzt ist er zurück, zumindest für das Freundschaftsspiel gegen Brasilien. „Ich spüre nichts mehr, bin voll belastbar“, sagt er. Dennoch: Die Lehrstunde bleibt. „Wenn wir Spieler nicht reden, erfinden andere die Wahrheit.“

Am Ende steht ein Satz, der in den Klubbüros von Valdebebas nachhallen dürfte: Transparenz ist kein Luxus, sondern das beste Rezept gegen Fake-News. Und Mbappé? Der läuft wieder – mit beiden Knien.