Mbappé lobt bayern – und kündigt real-machtspruch an

Kylian Mbappé schwärmt von Bayern München, meint aber, dass nur Real Madrid diese Form stoppen kann. Die Champions-League-Viertelfinal-Konfrontation vom 7. und 15. April verliert vor dem ersten Pfiff schon jetzt an Dramatik.

„In der Champions League treffen wir auf eine große Mannschaft, wahrscheinlich die Mannschaft, die derzeit am besten in Form ist“, sagte der 27-Jährige in der französischen Sendung Téléfoot. Die Lobhudelei dauerte nur Sekunden. Dann kam der Punch: „Wenn es eine Mannschaft gibt, die sie schlagen kann, dann ist es Real Madrid.“

Bayern wollen alte rechnung begleichen

Bayern wollen alte rechnung begleichen

Die Zahlen sprechen gegen die Münchner. In den letzten vier KO-Duellen mit Real schied Bayern jeweils aus – 2017, 2018, 2021, 2022. Doch diesmal riecht der Rekordmeister Morgenluft. Die Formkurve zeigt nach oben, während Real in La Liga vier Punkte hinter Barcelona liegt und sich mit Xabi Alonsos Nachfolger Álvaro Arbeloa (43) auf einen Interimscoach verlassen muss.

Die Presse in Madrid fordert bereits den nächsten Takt-Wechsel. Im Sommer soll ein Star-Trainer kommen, sonst droht eine Saison ohne Titel – undenkbar für das Klub-Ego im Bernabéu.

Mbappé kennt die Druckkocher-Stimmung. „In Spanien sind die Menschen leidenschaftlich. Für sie ist Real Madrid wie eine Religion. Alles, was mit Real und mir zu tun hat, sorgt für Gesprächsstoff und Spekulationen.“

Den Beweis, dass Real auch in schwierigen Phasen gefährlich ist, lieferte die Runde der letzten 16. Manchester City galt als Favorit, flog mit 0:3 und 1:2 raus. Drei Liga-Siege in Folge besiegelten die Trendwende – zumindest kurzfristig.

Bayern indes treten mit Selbstvertrauen an. Harry Kane und Jamal Musiala sind fit, die Abwehr um Kim Min-jae wirkt stabil, und im Tor glänzt Manuel Neuer nach seiner Verletzungspause. Die Münchner wissen: Schlägt man Real, ist der Halbfinaleinzug mehr als nur ein Traum – er ist Plan.

Die Königlichen hingegen müssen beweisen, dass ihre Erfolgs-DNA nicht von der Tagesform abhängt. Ein Aus würde Arbeloa die Marschrichtung für die nächste Saison erschweren und die Gerüchteküche um Thomas Tuchel, Jürgen Klopp oder Roberto De Zerbi weiter anheizen.

90 Minuten im April können also über Sommer-Transfers, Trainerkarussell und Selbstbilder entscheiden. Mbappé hat seine Ansage gemacht. Nun ist das Feld gefragt – und die Bayern haben das letzte Wort noch nicht gesprochen.