Matthäus wütet nach VAR-Skandal!

Europa-league-spiel zwischen viktoria pilsen und fenerbahce istanbul

In Pilsen kochte die Stimmung, in Köln die Emotionen: Lothar Matthäus (64) platzte nach dem Europa-League-Spiel zwischen Viktoria Pilsen und Fenerbahce Istanbul (0:0) regelrecht der Kragen. Grund: ein klarer, aber nicht gegebener Elfmeter in der Nachspielzeit.

Elfmeter-skandal

Elfmeter-skandal

In der 95. Minute wurde Fener-Stürmer Jhon Duran (21) im Strafraum deutlich sichtbar von Sampson Dweh (24) an der Hose gezogen – und ging zu Boden. Schiedsrichter Allard Lindhout (38) ließ weiterspielen. Selbst nach VAR-Eingriff blieb der Niederländer bei seiner Entscheidung: kein Elfmeter!

Matthäus

Matthäus' reaktion

Für Lothar Matthäus völlig unverständlich. Der RTL-Experte wetterte live im TV: "Wenn er ihn im Spiel nicht sieht – okay, pfeift er nicht. Aber wenn er rausgeschickt wird und immer noch nicht pfeift, dann sollte man diesem Schiedsrichter eigentlich die Pfeife wegnehmen. Dann hat die Pfeife nichts mehr auf dem Platz zu tun, nämlich der Schiedsrichter, die Pfeife. Das war ein tausendprozentiger Elfmeter."

Türkische presse und trainer

Türkische presse und trainer

Auch die türkische Presse reagierte empört. Die Zeitung Fanatik sprach von einer "skandalösen Entscheidung des Schiedsrichters". Verständlich – ein verwandelter Elfmeter hätte Fenerbahce auf Platz acht der Europa-League-Tabelle katapultiert und wäre ein großer Schritt Richtung Achtelfinale gewesen. Fener-Trainer Domenico Tedesco (40) hielt sich hingegen bedeckt: "Ich sollte heute Abend besser nicht über den Schiedsrichter reden. Ich muss mich auf meine Mannschaft konzentrieren."

Sportliche auswirkungen

Sportlich bleibt Fener nach dem Remis mit sieben Punkten aus vier Spielen weiter im Rennen – doch das Hauptthema des Abends war längst nicht mehr das Ergebnis. Der Rekord-Nationalspieler brachte es auf den Punkt: ein Elfer, der keiner sein durfte – und ein Schiedsrichter, der "die Pfeife lieber abgeben sollte".