Matthäus schlägt bayern-alarm vor madrid: kopf entscheidet, nicht fuß
Lothar Matthäus kennt das Bernabéu wie seine Westentasche. 1987 schoss er dort den Bayern den Titel weg, 1999 holte er als Kapitän das Triple. Jetzt warnt der Rekord-Nationalspieler vor dem Viertelfinal-Kracher von Dienstag: „Wer in Madrid den Kopf verliert, verliert auch das Spiel.“
Real zündet die magische phase
Kurz vor 22 Uhr spanischer Zeit verwandelt sich das Stadion in einen Kessel, in dem schon Liverpool, Juventus und PSG den Geist aufgaben. Matthäus schreibt in seiner Sky-Kolumne: „Die Bayern müssen Ruhe bewahren und mental da sein, sonst zerlegt sie die Magie.“ Vincent Kompany habe genau diese Ruhe in die Mannschaft gepflanzt – keine Egos, keine Nebenschauplätze, nur eine einzige Angriffsmaschine.
Die sieht Matthäus sogar als Favorit. Begründung: Olise, Kane, Díaz, Musiala, Karl und Gnabry bilden laut ihm „die vielseitigste Offensive Europas neben Barcelona“. Die bloße Anwesenung von Harry Kane im Strafraum verändere die Geometrie des Gegners. „Die Verteidiger verschieben automatisch zwei Meter, das eröffnet Räume, die sonst nicht existieren“, sagt Matthäus.

Kompany schweigt, spanien zittert
Ob Kane mitwirken kann, bleibt offen. Gegen Freiburg fehlte er, die Knie-Prellung schwillt noch an. Kompany verweigert Auskünfte: „Deshalb gebe ich keine Antwort.“ Die spanische Presse schreibt bereits von „Triumph oder Krise“. Real-Coach Ancelotti setzt auf das Königsklassen-Gen, das seine Spieler in 14 der letzten 17 K.o-Heimspiele ins Halbfinale trug.
Bayern selbst haben die letzte Glanzzeit im Bernabéu 2018 erlebt, damals ein 2:2 mit Heynckes. Seitdem drei Pleiten in Folge. Matthäus: „Die Statistik interessiert nur, wer sie bricht.“ Seine Prognose: „Wenn Bayern die ersten 20 Minuten übersteht, ohne sich verrückt machen zu lassen, ziehen sie durch.“
