Mathys tel packt aus: kimmich war bei bayern wie ein „soldat"
Ein lockeres Passspiel, ein brüllender Joshua Kimmich – und ein 18-jähriger Mathys Tel, der sofort kapiert: Hier spielt nur, wer bereit ist, zu kämpfen. Im Podcast von Streamer Zakaria Haddad lüftet der Franzose den Vorhang über seine ersten Tage beim FC Bayern.
Der Stürmer, 2022 für bis zu 30 Millionen Euro von Rennes gekommen, erinnert sich an Tag zwei auf dem Säbener: „Von der ersten Minute an war klar, dass Kimmich keinen Spaß versteht. Seine Körpersprache, die Kommandos – er ist wie ein Soldat.“ Die berühmte Geschichte vom lockeren Pass-Circle? Tel erzählt sie so: „Plötzlich brüllt er ‚Pass ernsthaft!‘ – und ich dachte nur: Willkommen in München.“
Warum tel sich trotzdem wohlfühlte
Statt gekränkt, war er elektrisiert. „Ich hab meinen Agenten und meine Familie angerufen: ‚Die meinen es ernst!‘“ Für den Jungen aus Paris war Kimmich kein Tyrann, sondern das Vorbild schlechthin. „Wenn der Nationalmannschaftskapitän so trainiert, gibt es keine Ausreden.“
Doch Professionalität allein reicht nicht. In der Saison 2023/24 schafft Tel zehn Treffer in 40 Pflichtspielen – Statistik, die sich liest wie ein Stellenwert: Joker mit Tor-Garantie, aber eben Joker. Harry Kane blockiert die Spitze, der Franzose wartet. „Ich hab gelernt, geduldig zu sein. Aber Geduld hat Grenzen“, sagt er heute.

35 Millionen später: die spurs-realität
Im Februar 2025 die Flucht nach vorn: Leihe zu Tottenham, im Sommer Festtransfer für 35 Millionen Euro. London, neue Bühne, alte Probleme: drei Tore in 25 Spielen. Die Zahlen sind lauter als jede Erklärung. Tel selbst nennt es „eine Phase des Ankommens“, doch wer seine Körpersprucht in den Clips analysiert, sieht: Der Funke, den Kimmich einst schlug, zündet noch nicht.
Bleibt die Frage: War Kimmich’ Drill Gold oder Gift? Tel lacht im Interview: „Ohne ihn wäre ich heute weicher. Mit ihm hab ich gelernt, dass Talent nur die Eintrittskarte ist.“ Die Profi-Welt danach verlangt mehr als Schreie – sie verlangt Tore. Tel liefert sie derzeit nicht. Aber er trägt immer noch den „Soldaten“ im Ohr. Ob das reicht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Fakt ist: Wer einmal mit Kimmich trainiert hat, vergisst den Sound nicht.
