Kimmich tritt in neuer-fußstapfen: urbig will atalanta mit purem hunger zerstören

Der FC Bayern reist als Jäger, nicht als Gejagter. In Bergamo wartet Atalanta, das Dortmund schon aus dem Pokal warf. Jonas Urbig, 22, steht für Manuel Neuer zwischen den Pfosten und sagt: „Ich habe große Gier.“ Das ist keine Floskel, sondern Kampfansage.

Die Zahlen sprechen für den Underdog: Atalanta schoss nur vier Tore im Rückspiel gegen den BVB, aber jedes traf ins Mark. Der Gewinner des Play-offs trägt noch die Schrammen des Triple-Traums, den Bergamo 2024 Leverkusen zerriß. Für Max Eberl ist das kein Zufall: „Sie gehen mit Tempo in die Tiefe, körperlich stark, strukturiert.“ Kurz: ein Gegner, der wehtut.

Kompany setzt auf dieselbe elf wie gegen gladbach

Kompany setzt auf dieselbe elf wie gegen gladbach

Die Aufstellung verrät Vincent Kompany's Plan: Stabilität vor Spektakel. Mit Joshua Kimmich als Dirigent vor der Abwehr und Dayot Upamecano als Turm in der Mitte will München das Mittelfeld ersticken, nicht verwalten. Dazu setzt der Belgier auf Michael Olise und Luis Diaz, zwei Flügel, die bei Tempogegenstößen die Lücke zwischen Zappacosta und Kolasinac finden müssen.

Die Uhr tickt. Das Hinspiel ist kein Modellieren, sondern ein Schlagabtausch, der die Weichen für das Rückspiel in der Allianz Arena stellt. Wer in Bergamo patzt, reist mit einem Bein im Viertelfinale – und dem anderen im Grabe.

BR24Sport liefert die Radioreportage ab 21.00 Uhr live. Wer nur Ticker warten will, verpasst das Geräusch, wenn Scamacca die Lufthoheit erobert oder Jonas Urbig mit Handschuhen klappert, die noch nach Neuer riechen.

90 Minuten, ein Stadion, das bebt wie ein Basslautsprecher. Am Ende zählt nur, wer die Nerven länger beisammenhält. Bayern hat die Klasse, Atalanta das Momentum. Wer gewinnt, schreibt nicht nur ein Ticket fürs Viertelfinale – er schreibt ein Stück Fußball-Geschichte im März 2026.