Galatasaray schlägt liverpool wieder: osimhen trifft mit tränen im knie

Der türkische Rekordmeister brennt Anfield die Retourkutsche vor: Mit 1:0 setzt sich Galatasaray im Hinspiel durch, und wieder ist Victor Osimhen der Dreh- und Angelpunkt – diesmal als Tränenmann und Vorbereiter.

Die siebente minute, in der liverpool alles verspielte

Schon nach 210 Sekunden hätte das Spiel eigentlich gelaufen sein können. Drei Mal schenkten die Istanbuler den Reds den Ball im Sechzehner, dreimal vergaben Wirtz, Szoboszlai und Mac Allister das vermeintlich 0:3. Dann kam die Ecke, Osimhen verlängerte per Kopf, Mario Lemina drückte aus zwei Metern ein – 1:0, Effektivität statt Besitz.

Die Folge: Liverpool lief an, Cakir parierte, der VAR strich zwei Treffer wegen Hand- und Abseitsstrafen. Den Gastgeber rettete am Ende nicht einmal Ibrahima Konaté, der zweimal Glück hatte: Erst leitete er den nicht anerkannten Gegentreffer selbst ein, dann grätschte er sich per Hand ins eigene Netz – Schiedsrichter Gil Manzano pfiff vorher ab, Videobeweis blieb aus.

Osimhens nacht: zwischen banner, kindheit und 55 toren

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Bevor der Ball rollte, breiteten 50 000 Türken ein riesiges Tuch aus: Osimhen mit Baby, Nationaltrikot und der verstorbenen Mutter. Der Nigerianer weinte, legte dann die Vorlage zum Siegtreffer auf. 67 Pflichtspiele, 55 Buden seit Januar 2024 – die Statistik schreit, die Seele singt.

Der FC Liverpool reist mit einem 0:1 nach Hause, was in Anfield bei einer 3:0-Heimmacht gegen Real Madrid bereits diese Saison gelang. Die Rechnung ist einfach: Ein Tor reicht den Reds, zwei müssen sie schießen. Für Gala heißt es: 90 Minuten Abwehr, ein Konter, und der Bosporus träumt vom Viertelfinale.