Martínez explota: «sein präsident ist ein ungezogener»

Pedro Martínez trat schweißnass, aber nicht vom Spiel, sondern vor Wut in den Presseraum des Roig Arena. Valencia Basket hatte Panathinaikos erneut im Coin-Flip verloren, doch das Resultat war nur Nebensache. Der Coach zündete eine Feuerrede gegen Dimitris Giannakopoulos, den Klubboss der Griechen.

Der vorfall, der alles auslöste

Giannakopoulos stand – wie schon so oft – hinter dem Korb, nur einen Meter vom gegnerischen Bankviertel entfernt. Als ein Schirientscheid gegen sein Team fiel, stürmte er zur Sekretariatsbank, schrie auf Englisch und Griechisch durcheinander, bis Ordner ihn für Sekunden wegführten. Die Sicherheit ließ ihn danach wieder zurück, doch die Stimmung kochte.

Martínez ließ kein Fettnäpfchen aus: «Ich gratuliere Panathinaikos für ihr Spiel, das ist klar. Aber ihr Präsident ist ein Ungezogener. Die EuroLeague darf Figuren wie ihn nicht dulden – sie beeinflussen Spiele von außen und sind Rückfalltäter.» Die Worte knallten wie ein Block gegen das Plexiglas.

Warum das nicht nur ein lappalie ist

Warum das nicht nur ein lappalie ist

Giannakopoulos‘ Eskapaden haben Tradition: Twitter-Beleidigungen, Platzverweise, Geldstrafen. Doch die Liga schickt jedes Mal nur ein Rüffel-Schreiben. Martínez zieht nun den Daumenschrauben-Hebel: «Wenn wir über Fairplay und Werte reden, fängt es bei den Verantwortlichen an. Spieler kochen – das ist normal. Aber ein Präsident, der versucht, den Schiedsrichter zu erpressen? Das ist ein Armutszeugnis.»

Valencia verlor 83-86, aus einer aussichtsreichen Position heraus. Doch statt über Defense-Rebounds oder verworfene Dreier sprach die Kabine nur über den Zwischenfall. «Wir haben zwei K.o.-Spiele gespielt, beide mit Respekt verloren. Aber Respekt muss von beiden Seiten kommen», schloss Martínez und verließ den Saal, ohne eine weitere Frage zuzulassen. Die EuroLeague hat das Protokoll, jetzt muss sie handeln – oder das nächste Mal mit einem noch lauteren Knall rechnen.