Var-skandal in italien: gervasoni bestreitet einflussnahme auf moden-salerno!

Mailand – Der italienische Fußball steht erneut im Sturm. Im Zuge der Ermittlungen zum Manipulationsverdacht im Bereich der Schiedsrichter wurde Andrea Gervasoni, ehemaliger VAR-Supervisor, heute in Mailand vier Stunden lang von Staatsanwalt Maurizio Ascione vernommen. Ein Protokoll des Verhörs legt nahe, dass der Fokus nicht auf dem Inter-Roma-Spiel lag, sondern auf einem früheren Vorfall – der strittigen Entscheidung bei Modena gegen Salernitana am 8. März 2025.

Gervasonis anwalt: „keine einflussnahme möglich“

Laut seinem Anwalt Michele Ducci hat Gervasoni jegliche Einflussnahme auf die Entscheidung im Modena-Salernitana-Spiel vehement bestritten. Ein entscheidender Punkt sei die räumliche Distanz gewesen: „Gervasoni befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Gebäude und verfolgte die Serie A, nicht die Serie B. Die physikalische Trennung machte jegliche Einflussnahme unmöglich.“ Er präsentierte sogar eine Planimetrie, um diese Aussage zu untermauern.

Ein brisanter Audio-Ausschnitt geriet ebenfalls ins Geschehen. Dem Vernehmen nach soll eine Unterhaltung zwischen zwei Schiedsrichterfunktionären Gervasonis Namen erwähnen. In einem weiteren Gespräch zwischen Gervasoni und einer unbekannten Person wurde angeblich über die Entscheidung im Modena-Spiel diskutiert, wobei Gervasoni die Aussage „Hat die Entscheidung geändert, gebe ihm eine 8“ zitiert haben soll – eine Anspielung auf die Bewertungspraxis der VAR-Teams, bei der eine 8 eine hohe Punktzahl darstellt.

Der inter-roma-zwischenfall: ein „gravierender fehler“

Der inter-roma-zwischenfall: ein „gravierender fehler“

Obwohl der Fokus der Ermittlungen primär auf dem Modena-Spiel liegt, wurde auch der umstrittene Nicht-Elfmeter bei Inter gegen Roma zur Sprache gebracht. Gervasoni soll im Verhör erklärt haben, es habe sich um einen „gravierenden Fehler des VAR“ gehandelt, betonte jedoch, dass es keinerlei Einflussnahme seitens seiner Person gegeben habe. Ein sogenanntes „Schiedsrichter-Briefing“ zu diesem Fall habe bereits stattgefunden, und die Verantwortlichen seien folglich negativ bewertet worden.

Die Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungsakten an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Es bleibt abzuwarten, ob die vorgelegten Beweise und Zeugenaussagen ausreichen, um die Vorwürfe der Sportmanipulation zu beweisen. Das Vertrauen in die Integrität des italienischen Fußballs hängt von den Ergebnissen dieses Verfahrens ab.

„Keine manipulation des inter-roma-audios“

„Keine manipulation des inter-roma-audios“

Gervasoni selbst betonte nach dem Verhör, dass er die Möglichkeit einer Manipulation des Audio-Materials im Inter-Roma-Spiel vollständig ausschließt. Die Angelegenheit wird in den kommenden Wochen weiter untersucht, wobei die Staatsanwaltschaft nun alle verfügbaren Informationen sorgfältig prüfen wird, um ein klares Bild der Ereignisse zu erhalten. Der Druck auf die italienischen Fußballbehörden, die Transparenz und Fairness des Spiels zu gewährleisten, ist enorm.