Martin rauscht in letzter kurve vorbei und klaut bagnaia den sprint-sieg in austin
Jorge Martin hat im MotoGP-Sprint von Austin die Seele des Rennens eingefangen – und sie Francesco Bagnaia in der allerletzten Kurve wieder aus dem Leib geraubt. Von Startplatz sieben auf Aprilia noch zu den Sternen, riss der Spanier dem Italiener den Sieg weg, als die Zielflagge schon zu winken schien. 17. Sprintsieg, erster für Aprilia. Erste Träne. Erster Jubel.

Bagnaia dominiert, bis martin die medium-variante wählt – und gewinnt
Die Ducati des Weltmeisters 2024 dictó el ritmo durante 10 vueltas. Bagnaia schien die Rechnung ohne Martin gemacht zu haben. Doch der wählte den Medium-Reifen, ritt sich bei 38 Grad Asphalt in eine andere Zeitzone und nagelte Bagnaia in Turn 20 mit einer Linie, die schon vor dem Bremspunkt siegessicher war. „Riskant, aber es hat sich ausgezahlt“, sagte Martin, während Bagnaia hinter der Visierscheibe schluckte.
Die Konkurrenz räumte sich selbst ab. Marco Bezzecchi flog in den Kies, Marc Márquez und Fabio Di Giannantonio rissen sich gegenseitig die Ducati-Flügel ab. Pedro Acosta scherte aus dem Kuddelmuddel aus und fuhr souverän zu Platz drei – ein Podest, das wie ein Sieg aussah, aber keiner war.
Mit 57 Punkten führt Martin die WM an, nur einen Zähler vor Bezzecchi, zehn vor Acosta. Am Sonntag um 22.00 Uhr steht das Hauptrennen an – dann will Bagnaia Revanche, dann will Martin beweisen, dass der Sprint kein Zufall war. Die Uhr tickt, die Reifen glühen, und die letzte Kurve von Austin wartet schon auf das nächste Duell.
