Martin nörl: olympia ohne golddruck – „habe jetzt eine schönere zeit“

Entspannte stimmung für martin nörl vor mailand-cortina 2026

Martin Nörl, der zweimalige Gesamtweltcupsieger im Snowboardcross, reist vergleichsweise gelassen zu seinen dritten Olympischen Winterspielen nach Mailand-Cortina 2026. Im Gegensatz zu Peking 2022, wo er als klarer Goldfavorit gehandelt wurde, spürt der 32-Jährige nun deutlich weniger Druck. „Ich merke das schon. Ich habe jetzt eine schönere Zeit“, erklärte Nörl gegenüber dem SID. Die Atmosphäre sei entspannter, und er könne sich voll und ganz auf das Snowboarden konzentrieren.

Erinnerungen an peking: der viertelfinal-ausschied

Erinnerungen an peking: der viertelfinal-ausschied

Bei den Spielen 2022 hatte Nörl die drei Wettkämpfe vor Olympia allesamt gewonnen, doch im Viertelfinale war dann das Aus gekommen. Diese Erfahrung hat ihn geprägt und ihm geholfen, den Druck besser zu bewältigen. Er hat gelernt, dass Favoritenrollen nicht immer greifen und dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren muss: die eigene Leistung.

Rückschlag durch verletzung – der weg zurück an die spitze

Ende 2023 erlitt Nörl einen Sprunggelenksbruch, der ihn zu einer langen Zwangspause zwang. Die Rückkehr in die Form seiner besten Jahre gestaltete sich zunächst schwierig. Dennoch zeigte er zuletzt viel Kampfgeist und verbesserte seine Leistungen stetig. Der Vizeweltmeister von 2023 blickt optimistisch auf die Wettkämpfe in Livigno am Donnerstag (Qualifikation 10.00 Uhr, Entscheidung 13.45 Uhr live im TV bei Eurosport und im Stream bei HBO Max).

Optimismus trotz schwieriger saison

Beim Snowboardcross passiert echt immer viel. Ich denke, dass ich gut drauf bin, ich fühle mich gut. Was rauskommt, wird man sehen“, sagte Nörl. Er weiß, dass im Snowboardcross alles passieren kann und dass man sich auf unvorhergesehene Ereignisse einstellen muss. Seine bisherige beste Platzierung in diesem Winter war ein vierter Rang Mitte Dezember.

Karriereplanung offen – keine entscheidung über die zukunft

Über seine zukünftigen Pläne möchte sich Nörl erst nach Saisonende im März Gedanken machen. „Ich lasse es mir komplett offen“, erklärte er. „Ich denke weder, dass ich hier meine Abschiedstournee mache, noch, dass es auf jeden Fall weitergeht. Ich will auch nicht ausschließen, dass ich nochmal bei Olympischen Spielen angreife.“ Er möchte seine Entscheidung nicht überstürzen.

Der spaß steht im vordergrund

Nörl betonte, dass er erst aufhören werde, „wenn der Spaß flöten geht.“ Sollte er körperlich nicht mehr in der Lage sein, zu konkurrieren, wäre die Entscheidung ebenfalls klar. Die Freude am Sport und die Leidenschaft für das Snowboardcross sind ihm weiterhin sehr wichtig. Er will seine Karriere so lange wie möglich genießen.

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