Marquez kracht, lacht, siegt: austin-sensation nach horror-sturz

Der Mann, der mit dem Tod tanzt, heißt Marc Marquez. Erst fliegt er in Austin mit 200 km/h in die Mauer, dann schraubt er die Ducati in die Rekordspur. 2:00,927 Minuten. Keiner war schneller an diesem Freitag.

Die Sturz-FP1 war schon vergessen, als er aus dem Steigrohr stieg. Die Schulter schmerzte, das rechte Knie pochte, aber das Lächeln war echt. „Ein harter Schlag, aber das Bike ist perfekt“, sagte er. Kein Pathos, nur Adrenalin.

Ogura und digi schütteln den kopf

Hinter Marquez klafft nur ein Schlitz. Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) fehlen 0,053 s, Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) 0,187 s. Die beiden Italiener hätten vor Jahren noch gejubelt – heute wissen sie: Wenn Marquez in der Zone ist, zieht er einfach weg.

Marco Bezzecchi (+0,200) komplettiert das italische Trio in den Top-4. Aprilia stellt damit klar, dass der GP23 nicht nur ein Zwischenschritt war. Der Speed stimmt, die Reifenhaltigkeit auch. Der WM-Leader fühlt sich sichtlich wohl im texanischen Kessel.

Die titel-gegner rudern auf

Die titel-gegner rudern auf

Jorge Martín und Francesco Bagnaia landen auf den Plätzen sieben und acht – weit weg vom Limit. Die Ducati-Werksmaschinen haben Grip-Rätsel, die erst in der Nacht gelöst werden müssen. Bagnaia zuckt mit den Schultern: „Wir verlieren in T12 und T16. Da müssen wir ran.“

Luca Marini (Honda) ist als Neunter erstmals vorne – ein kleiner Sieg nach Monaten des Grauens. Enea Bastianini (Tech3-KTM) schob sich mit Platz zehn ebenfalls direkt ins Q2. Joan Mir verpasste den Cut um 0,032 s. Die Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben.

Maverick viñales sagt ab – schraube in der schulter gerissen

Maverick viñales sagt ab – schraube in der schulter gerissen

Ein dramatischer Zwischenfall überschattet die Session: Maverick Viñales bricht die FP2 ab. Eine verschobene Schraube in der linken Schulter – Folge seines Sachsenring-Crashes – macht eine sofortige Zweit-OP nötig. Er fliegt zurück nach Europa, Jerez steht auf dem Prüfstand.

Die Stewards zeigten sich kulant: Viñales darf trotz Start-Verzicht in Jerez antreten, wenn die Ärzte grünes Licht geben. KTM muss nun auf Dani Pedrosas Erfahrung zurückgreifen, um das Setup zu retten.

Alonso zerlegt moto2-rekord

Alonso zerlegt moto2-rekord

In der Mittelklasse liefert David Alonso eine Demontage. 2:05,847 min reißt die Bestzeit von 2023 um acht Zehntel. Der Aspar-Kolombianer nimmt Kurve 12 mit fast offenem Gas – ein Anblick, der selbst erfahrene Crew-Chefs ins Stottern bringt.

Manuel Gonzalez und Barry Baltus haben keine Antwort. Daniel Holgado dagegen fliegt als Zwanzigster raus aus dem Q2-Ticket. Der Spanier schüttelt den Kopf: „Wir verlieren 0,4 s allein auf der Geraden.“

Quiles dominiert moto3 – italiens pini auf podiumskurs

Maximo Quiles jagt die 125-ccm-KTM mit 2:13,724 min durchs Ziel – neuer Streckenrekord. Guido Pini (Honda Leopard) hängt 0,172 s hinten dran. Für die italischen Fans ein Hoffnungsschimmer nach Wochen der Durststrecke.

Die Sonne über Texas senkt sich, die Boxengassen füllen sich mit Daten-Laptops und halbleeren Red-Bull-Dosen. Marquez hat den Tag geholt, doch seine Ducati-Truppe weiß: Samstag beginnt von vorne. In Austin zählt nur die Sekunde auf der Uhr – und die ist momentan seine.