Markus mahler wirft hin: präsident des fc aarau tritt 2026 zurück
Der Mann, der den FC Aarau aus dem Dreck zog, kündigt seinen Rückzug an. Markus Mahler, seit 2023 Präsident der Verwaltungsräte, legt sein Amt nach der Generalversammlung 2026 nieder – wegen „persönlicher und gesundheitlicher Gründe“. Die Nachricht traf den Klub wie ein Schlag in die Magengrube.
Was hinter dem ausstieg steckt
Mahler hat die letzten drei Jahre im Dauereinsatz verbracht: Finanzsanierung, Strukturreform, Personalsuche. Wer mit ihm sprach, merkte rasch: Der Mann schlief wenig, dachte viel. Nun sagt er selbst, die Last sei zu groß geworden. „Ich muss runterfahren“, ließ er über den Klub verlauten. Der Verwaltungsrat nahm die Kündigung „mit Respekt, aber mit weinem Auge“ entgegen.
Die Zahlen sprechen für ihn: Etat aufgegleist, Kreditlinien gesichert, Nachwuchs-Campus steht. Kein Wunder, dass die Riege um Sportchef Sandro Burki ihm ein Denkmal schwingen will. „Markus hat uns auf ein Fundament gesetzt, das selbst Stürme aushält“, heißt es intern.

Die suche nach einem nachfolger beginnt sofort
Ab 27. Mai 2026 bleibt das Präsidium vakant. Die Aufgaben verteilt der Verwaltungsrat interimistisch auf mehrere Schultern. Kandidaten? Noch keine Namen. Aber hinter den Kulissen tüftelt man bereits an einem Profil: jemand mit Geld, Netzwerk und Nervenstärke. Gesucht wird ein Sanierer – nur dass diesmal nichts mehr zu sanieren ist.
Mahler selbst will sich nicht komplett verabschieden. „Ich bleibe dem Klub erhalten“, sagt er. Ob als Berater, Ehrenpräsident oder einfach als Fan auf der Tribüne, lässt er offen. Fest steht: Wer auch immer nachfolgt, tritt nicht mehr in Scherben, sondern auf poliertem Parkett.
Der FC Aarau spielt aktuell in der Challenge League mit – stabil, aber ohne Aufstiegshype. Die Sportwelt fragt sich nun, ob die neue Führung den nächsten Schritt wagt oder erst einmal den eingeschlagenen Kurs weiterfährt. Ein letztes Geschenk hat Mahler bereits hinterlegt: einen Klub, der wieder eigenständig atmen kann.
