Maria höfl-riesch: vor zwölf jahren der dritte olympia-goldcoup
- Maria höfl-riesch: vor zwölf jahren der dritte olympia-goldcoup
- Der super-kombinations-triumph in sotschi
- Eine allrounderin am start
- Der traum von olympia-gold in der abfahrt
- Intensive vorbereitung auf die saison 2014
- Experimente mit herren-skiern
- Die abfahrt: ein verpasster traum
- Der triumph in der super-kombination
- Ein perfekter lauf und die dritte goldmedaille
- Silber im super-g und das karriereende
Maria höfl-riesch: vor zwölf jahren der dritte olympia-goldcoup
Maria Höfl-Riesch gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Wintersportlerinnen Deutschlands. Vor genau zwölf Jahren, am 10. Februar 2014, feierte sie bei den Olympischen Spielen in Sotschi einen weiteren Höhepunkt ihrer beeindruckenden Karriere. Es war der krönende Abschluss einer Reise voller Hingabe und sportlicher Exzellenz.
Der super-kombinations-triumph in sotschi
Höfl-Riesch gewann in Sotschi die Goldmedaille in der Super-Kombination, ihre insgesamt dritte olympische Goldmedaille. Bereits vier Jahre zuvor, bei den Spielen in Vancouver 2010, hatte sie zweimal Gold gewonnen – im Slalom und ebenfalls in der Super-Kombination. Diese Disziplin, die heute nicht mehr im olympischen Programm enthalten ist, schien ihr auf den Leib geschneidert.

Eine allrounderin am start
Die Super-Kombination verlangte den Athletinnen sowohl Können in der schnellen Abfahrt als auch im technischen Slalom ab. Höfl-Riesch war eine der wenigen Skireiterinnen, die in beiden Disziplinen zur absoluten Weltspitze gehörte. Dies machte sie zu einer gefährlichen Konkurrentin und einer Favoritin bei Großereignissen.

Der traum von olympia-gold in der abfahrt
Passend zu ihren Erfolgen verbuchte Höfl-Riesch auch die meisten Weltcupsiege in der Abfahrt (elf) und im Slalom (neun). Doch ein Olympia- oder Weltmeistertitel in der Abfahrt wollte ihr lange nicht gelingen, nicht zuletzt aufgrund der starken Konkurrenz, allen voran Lindsey Vonn. Der Traum von Gold in der Königsdisziplin blieb hartnäckig.
Intensive vorbereitung auf die saison 2014
Um diesen Traum zu verwirklichen, bereitete sich Höfl-Riesch intensiv auf die Saison 2014 vor. „Ich war nach wie vor am Peak meiner Performance. Ich wusste auch, das wird mein letztes Olympia“, erinnerte sie sich im Podcast Sport1 Deep Dive. Sie nahm einen eigenen Konditionstrainer und optimierte ihr Training mit detaillierten Analysen von Laktatwerten und Ruhepuls.
Experimente mit herren-skiern
Neben dem Trainerteam experimentierte Höfl-Riesch auch mit der Ausrüstung. „Anna Fenninger und Lindsey Vonn sind immer mit diesen Herren-Ski gefahren. Ich habe das dann auch probiert, aber es war schwierig, besonders in den Kurven.“ Trotz der Herausforderungen versuchte sie, durch die Herren-Ski zusätzliche Geschwindigkeit zu gewinnen.
Die abfahrt: ein verpasster traum
Bei der Abfahrt in Sotschi lief es jedoch nicht nach Plan. Nach mehreren Trainingsläufen mit wechselnden Ski entschied sie sich letztendlich für ihre gewohnten Skier, konnte aber dennoch nicht überzeugen. Sie erreichte nur den 13. Platz. „Es hat irgendwie nicht sollen sein mit dem Abfahrts-Gold, leider“, so Höfl-Riesch.
Der triumph in der super-kombination
Doch die Enttäuschung in der Abfahrt konnte Höfl-Riesch schnell abschütteln. Die Super-Kombination bot ihr eine weitere Chance auf Gold. „Ich hatte schon viele Großereignisse hinter mir, und es war Routine dabei. Ich wollte, dass es wieder klappt“, erinnerte sie sich. Im Slalom zeigte sie eine starke Leistung und sicherte sich den Sieg.
Ein perfekter lauf und die dritte goldmedaille
Nach einem soliden Lauf in der Abfahrt, mit knapp einer Sekunde Rückstand auf die Führende Julia Mancuso, lieferte Höfl-Riesch im Slalom eine beeindruckende Vorstellung. Sie bewahrte die Nerven und fuhr einen sicheren, aber entschlossenen Lauf, der sie an die Spitze brachte. Keine der folgenden Läuferinnen konnte ihre Zeit unterbieten. Silber ging an Nicole Hosp aus Österreich und Bronze an Mancuso.
Silber im super-g und das karriereende
Fünf Tage später gewann Höfl-Riesch noch Silber im Super-G und krönte damit ihre Karriere. Die Idee eines Karriereendes kam jedoch erst später. Sie kämpfte noch um den Gesamtweltcup, doch die Spannung ließ nach. Ein Sturz bei der Abfahrt in Lenzerheide besiegelte schließlich ihr Schicksal. „Da wusste ich irgendwie, das war es jetzt“, sagte Höfl-Riesch. Trotz des Sturzes gewann sie den Abfahrts-Weltcup.
