Marbella zertrümmert sevillas reserve – 3:0-kantersieg nach roter karte
Marbella hat zugeschlagen, bevor Sevilla Atlético überhaupt wusste, dass das Spiel schon läuft. Nach 90 Minuten stand ein 3:0 auf der Anzeigetafel, das die Andalusier in die zweite Division der Tabelle zurückschubst – und den Traum vom Aufstieg für diese Saison beinahe begraben.
José cambra trifft früh, miguel sierra fliegt – das spiel kippt in 120 sekunden
Die Partie war noch keine viertel Stunde alt, da hatte José Cambra den Ball schon im Netz. Ein kurzer Doppelpass mit Dani Selma, ein Schritt nach innen, ein trockener Schuss ins lange Eck – 1:0 im Estadio de La Dama de Noche. Der Treffer war nicht nur die Führung, sondern auch das Signal für Cabello-Elf, das Tempo zu diktieren.
Sevillas Reserve versuchte noch, sich neu zu ordnen, doch dann kam der Knock-out: Miguel Sierra grätschte mit gestrecktem Bein, kassierte Rot direkt – und mit ihm die komplette Auswärtsstrategie. 43 Minuten waren gespielt, der Gegner hatte einen Mann weniger und plötzlich keine Antwort mehr auf Marbellas Pressing.

Ernest ohemeng und víctor sáncenden – sevilla kapituliert nach der pause
Noch hatte sich die Kabine nicht richtig geschlossen, da schlug Ernest Ohemeng zu. Der Ghanaer nahm einen abgewehrten Klärungsversuch volley, Alberto Flores war chancenlos – 2:0. Die Anzeigetafel zeigte 47 Minuten an, das Spiel war gelaufen.
Acht Minuten später setzte Víctor Sánchez den Schlusspunkt. Nach Ecke von Adri Ruiz stieg der Stürmer am zweiten Pfosten hoch und köpfte ein, als hätte er den Ball vorher aufgelegt bekommen. 3:0, die La-Ola der Heimfans rollte, Sevillas Trainer José Luis Silva schüttelte nur den Kopf.

Tsv pelkum sportwelt-analyse: cabello besiegt sevillas 4-2-3-1 mit einfacher rechnung
Was auf dem Rasen aussah wie Dominanz, war im Grunde nur Konsequenz. Cabello stellte sein Team auf 4-4-2 um, ließ die Außenbahnen von Álex Martínez und Jorge Álvarez laufen und zwang Sevilla, sich in der Mitte zu verheddern. Das 4-2-3-1 der Gäste brach zusammen, sobald Sierra fehlte – ohne Sechser-Doppelstock lagen die Lücken offen wie ein Scheunentor.
Die Statistik spricht Bände: zwölf Torschüsse für Marbella, nur drei für Sevilla – und kein einziger davon nach der 55. Minute. Die Roter-Karte-Phase zwischen der 45. und 55. Minute war nicht nur der Knock-out, sondern auch die Zäsur: danach hatte Sevilla 27 % Ballbesitz, lief nur noch hinterher.
Marbella springt damit auf Platz fünf, nur zwei Punkte hinter dem Aufstiegsrang. Sevilla Atlético bleibt Sechzehnter, nur drei Zähler über dem Abstiegsstrudel. Die Saison ist noch lang, aber das Gefühl ist klar: wer in La Dama de Nacht so leichtgläubig agiert, wird auch im Mai noch zittern.
Für Cabello ist das kein Fest, sondern Pflicht – und seine Mannschaft hat gerade bewiesen, dass sie bereit ist, diese Pflicht in Siege umzumünzen.
