Boston-celtics-debakel: spaniens hugo gonzález bleibt blank, timberwolves beenden 19-jahres-fluch

Die Boston Celtics haben sich selbst zerlegt. Bei 92:102 gegen die Minnesota Timberwolves versenkten sie nicht nur den eigenen Korb, sondern auch eine 15-Punkte-Führung – und ließen dabei Hugo González erneut ohne Punkte zurück. Der spanische Rookie blieb in 14 Minuten ohne Korberfolg, während die Wolves eine 18-Spiele-Serie in Boston beendeten.

Ein 16:0-run schlägt ein wie eine bombe

Das Spiel kippte 6:34 Minuten vor dem Ende. Naz Reid, frisch vom Knöchel-Sprung zurück, feuerte zwei Dreier und einen Fade-away – 16:0 für Minnesota, 8 davon gehörten ihm. Die TD Garden verstummte, als hätte jemand den Stecker gezogen. „Ich war fünf Jahre alt, als wir hier zuletzt gewannen“, sagte Bones Hyland, der mit 23 Punkten glänzte. „Jetzt bin ich 24 – das ist verrückt.“

Dabei lagen die Celtics lange auf Kurs. Jaylen Brown warf 29 Punkte, Jayson Tatum fand erst nach der Pause sein Tempo und landete bei 16 plus 11 Rebounds. Doch die Führung war luftleer. Minnesota schaltete die Defense auf Turbo, Rudy Gobert riss 14 Rebounds weg und Jaden McDaniels traf 19 Punkte gegen jeden Switch, den Joe Mazzulla aufzog.

Ohne Anthony Edwards (Knie) spielten die Timberwolves plötzlich wie entfesselt. Ayo Dosunmu schob 6 Assists zwischen die Lücken der Bostoner Rotation – und das, obwohl er selbst mit 17 Punkten und 8 Boards die Statistik füllte.

González und shulga: zwei gesichter, eine niederlage

González und shulga: zwei gesichter, eine niederlage

Hugo González war überall – nur nicht auf dem Scoreboard. Drei Rebounds, ein Block, eine Assist: seine Intensität stach heraus, doch der Ball wollte nicht durch den Ring. Seit seinem 5-Punkte-Ausflug gegen Memphis ist der 21-Jährige wieder bei Null. Die Celtics vertrauen seiner Defense, aber im Playoff-Rennen zählt auch die Kasse.

Ein Trost für Spanien: Max Shulga schrieb Geschichte. Der ukrainische Shooting Guard, seit elf Jahren in León ausgebildet, traf seinen ersten NBA-Korb – 4 Punkte in 120 Sekunden. Die Bank explodierte, als verwandelt er die Jahre in Madrid und Torrelodones in zwei Freiwürfe.

Boston bleibt halben Sieg hinter New York auf Platz drei im Osten. Die Timberwolves? Sie fliegen nach Hause, endlich ohne den Rucksack aus 19 Jahren Pleiten. Und González? Der nächste Schuss wartet – aber die Uhr tickt lauter als je zuvor.