Manuel feller beendet saison – körper und geist sagen stopp

Manuel Feller ist raus. Nicht für immer – aber für diesen Winter ist Schluss. Der 33-jährige Österreicher, einer der besten Slalomfahrern seiner Generation, hat auf Instagram sein vorzeitiges Saisonende bekannt gegeben. Kein Kranjska Gora, kein Kvitfjell. Der Körper hat das letzte Wort gesprochen.

Silber in bormio, dann stille

Vor knapp drei Wochen durfte Feller noch jubeln. Gemeinsam mit Vincent Kriechmayr holte er bei den Olympischen Winterspielen in Bormio Silber – ein Moment, der nach allem, was er durchgemacht hat, fast schon symbolisch wirkt. Es war, wie sich nun herausstellt, sein letzter Auftritt in dieser Saison. Ein würdiger Abschluss, auch wenn er so nicht geplant war.

Eine krankenakte, die schwer wiegt

Eine krankenakte, die schwer wiegt

Was Feller in seinem Instagram-Post beschreibt, ist kein gewöhnlicher Erschöpfungsmoment. Seit mehr als zehn Jahren kämpft er mit Ischiasschmerzen durch Bandscheibenvorfälle – ein chronisches Leiden, das in den letzten zwei Saisons deutlich schlimmer geworden ist. Seit etwa einem Jahr kommt ein Leistenbruch hinzu, und seit Januar plagt ihn zusätzlich eine Entzündung des Schambeins. Drei Baustellen gleichzeitig, und das bei einem Athleten, der auf höchstem Niveau funktionieren muss.

Aber es bleibt nicht bei den körperlichen Problemen. Feller spricht offen über psychische Belastungen: „Im Lauf der Jahre habe ich einige psychische Probleme entwickelt, die im letzten Herbst für meine Familie besonders schwierig wurden.