Manchester city im league-cup-finale – guardiola kämpft um guehi-einsatz
Manchester city erreicht finale – doch neuzugang guehi muss zusehen
Manchester City steht im Finale des League Cups, muss dort aber vorerst auf seinen neuen Innenverteidiger Marc Guehi verzichten. Trainer Pep Guardiola nimmt diese Situation jedoch nicht einfach hin. Am 22. März wartet im Finale ein Duell mit dem FC Arsenal, dem aktuellen Tabellenführer der Premier League. Der souveräne 5:1-Gesamtsieg gegen Newcastle United (2:0 im Hinspiel, 3:1 im Rückspiel) ebnete den Weg ins Finale.

Die knifflige regel des league cups
Der Grund für Guehis Ausschluss ist eine spezielle Regelung des League Cups. Spieler dürfen nur für zwei verschiedene Vereine im selben Wettbewerb eingesetzt werden, wenn sie vor dem Ende des Wintertransferfensters oder vor dem Halbfinal-Hinspiel verpflichtet wurden – je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt. Diese Regelung sorgte bereits für Aufsehen.

Semenyo darf spielen, guehi nicht – warum?
Die Situation erscheint kurios: Antoine Semenyo, der bereits Anfang Januar von AFC Bournemouth kam, ist sowohl im Hin- als auch im Rückspiel gegen Newcastle spielberechtigt und auch im Finale dabei. Marc Guehi hingegen, der erst nach dem Halbfinal-Hinspiel von Crystal Palace wechselte, darf nicht mitwirken. Manchester City bezahlte für Guehi eine Ablösesumme von 73 Millionen Euro.

Guardiolas unverständnis und politisches statement
Pep Guardiola zeigte sich nach dem zweiten Duell mit Newcastle verärgert: „Ich verstehe nicht, warum er nicht spielen darf. Antoine kam vor dem ersten Spiel, also konnte er spielen. Und jetzt ist es das Finale. Warum sollte Marc nicht spielen? Warum nicht? Wir zahlen sein Gehalt, er ist unser Spieler.“ Er hinterfragte die Logik der Regelung und forderte eine Anpassung.

Hoffnung auf eine kurzfristige änderung
Guardiola hofft, dass die Verantwortlichen des Carabao Cups (so der offizielle Name des League Cups) noch überzeugt werden können, Guehi für das Finale freizugeben. Er hat den Verein angewiesen, bei der English Football League (EFL) nachzufragen. „Ich habe dem Verein gesagt, dass sie auf jeden Fall nachfragen müssen.“ Die Reaktion der EFL erwartet er jedoch pessimistisch: „'Nein'. Aber wir werden es versuchen.“

Die neue regelung und newcastles kritik
Die Möglichkeit, dass Spieler unter bestimmten Umständen für zwei Vereine im League Cup spielen dürfen, wurde erst in dieser Saison eingeführt. Dies hatte bereits zu Kritik von Eddie Howe, dem Trainer von Newcastle United, geführt – und zwar wegen Antoine Semenyo, der im Hinspiel traf und auch im Rückspiel an zwei Toren beteiligt war. Es bleibt abzuwarten, ob Manchester City seine Forderung durchsetzen kann.
