Mallorca am abgrund: muriqi und costa glänzen – reicht es?
Die Lage für den FC Mallorca in der spanischen Liga ist ernst. Ein Wunder ist nötig, um den Abstieg in die Segunda División zu vermeiden. Doch inmitten dieser düsteren Aussichten stechen zwei Namen hervor, die zeigen, dass in der Mannschaft durchaus Potenzial schlummert: Vedat Muriqi und Samu Costa.

Portugiesischer mittelfeldmotor überzeugt
Samu Costa liefert eine Saisonleistung ab, die selbst eingefleischte Fußballfans überrascht. Der Portugiese hat in 32 Spielen sieben Tore erzielt und zwei Vorlagen geliefert. Dabei ist es das Besondere, dass er, obwohl primär als defensiver Mittelfeldspieler eingeplant, eine unglaubliche Torriecher bewiesen hat. Seine Stärke im Zweikampf macht ihn zu einem der besten Spieler der Liga in dieser Disziplin – er gewinnt mehr Duelle und führt mehr defensive Aktionen (Abwehr, Klärungen, Ballgewinne) durch als jeder andere Mittelfeldspieler.
Das blieb auch dem portugiesischen Nationaltrainer Roberto Martínez nicht verborgen. Er berief Costa kurz vor dem anstehenden Weltcup in den Kader ein. Dort wird er sich mit Weltklassespielern wie Vitinha, Joao Neves, Bernardo Silva und Bruno Fernandes um einen Platz im Mittelfeld streiten. Die portugiesische Auswahl, bereits stark besetzt, profitiert nun von einem zusätzlichen, körperlich robusten Spieler.
Die Ironie liegt auf der Hand: Während Portugal mit einem starken Kader auf den WM-Start zusteuert, kämpft Mallorca verzweifelt, um die Klasse zu halten. Die Diskrepanz zwischen den individuellen Qualitäten im Kader und der kollektiven Leistung ist schockierend. Es ist ein Beweis dafür, dass Talent allein nicht ausreicht, um im Fußball erfolgreich zu sein.
Muriqi, der Stürmer, hat ebenfalls eine starke Saison gespielt und ist ein wichtiger Bestandteil der Offensive. Seine Treffsicherheit und sein Kampfgeist sind unbestritten. Doch auch er scheint nicht in der Lage zu sein, die Mannschaft alleine vor dem Abgrund zu bewahren.
Die kommenden Spiele werden entscheidend sein. Ob Mallorca das Ruder noch herumreißen kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die Leistungen von Muriqi und Costa zeigen, dass im Verein mehr steckt, als der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt. Aber die Frage ist, ob diese individuellen Glanzmomente ausreichen, um ein Team vor dem Untergang zu bewahren. Die Antwort wird Mallorca in den nächsten Spielen geben müssen.
