Malgin, tatar, czarnik: die nacht, in der die nl-tore wie dominosteine fielen
291 Akteure schafften in der Regular Season 2025/26 vier Scorerpunkte – doch nur vier davon schafften das Kunststück, in einem einzigen Spiel fünf Punkte zu sammeln. Die Frage war nicht, wer das kann, sondern: Wer schafft es dreimal? Die Antwort lautet Denis Malgin.
Der abend, als malgin die bern-achterbahn allein steuerte
3. Oktober 2025, Hallenstadion. 18:56 Minuten Eiszeit, fünf Assists, 7:3 gegen den SC Bern. Malgin spielte den Pass zum 2:0, 3:0, 4:0 und 5:0 – und half noch beim 7:3 nach. Kein anderer National-League-Spieler schaffte fünf Vorlagen in einer Partie. Die Saison endete für ihn bei exakt 41 Punkten in 41 Spielen. Eine 1,00-Bilanz, die sich liest wie ein Kompliment an sich selbst.

Tatars perfekter abend in kloten – 15 minuten reichten
19. September, 15:19 Minuten gegen den EHC Kloten. Tomas Tatar erzielt das 1:0, legt das 2:0, 3:0 und 4:0 auf, schließlich das 5:2 in den leeren Korb. Fünf Beteiligungen, fünf Tore – ein Spiel, das in der Slowakei noch in zwanzig Jahren YouTube-Klicks sammelt.

Czarniks derby-gala: 11:0 und nur 13:47 minuten auf dem eis
16. September, Lausanne gegen Genf. Das erste Leman-Derby der Saison endete mit einem Ergebnis, das selbst im Pingpong peinlich wäre. Austin Czarnik steckte drei erste Assists, einen zweiten und netzte selbst zum 5:0 ein. Die Uhr stoppte bei 13:47 – so effizient war selbst ein Rolex noch nie.

Künzles hattrick in 52 sekunden – ajoie erlebte die hölle live
23. Oktober, EV Zug empfängt Ajoie. Mike Künzle trifft zum 1:0, bereitet das 3:0 vor, trifft erneut zum 5:3 und vollendet seinen Hattrick in der 59. und 60. Minute. 52 Sekunden zwischen dem zweiten und dritten Tor – für Ajoie eine Ewigkeit, für Künzle ein Eintrag im Familienalbum.

Die 32 ein-mann-shows in zahlen
32 Mal fünf Punkte, vier Spieler schafften das Kunststück zweimal, Malgin dreimal. 14 Mal reichten vier Punkte: sechs Mal 3+1, sieben Mal 2+2, ein Mal 1+3, drei Mal 0+4. Die Liste liest sich wie ein Who-is-Who der Liga – von Sklenicka bis De Luca, von Rochette bis Frehner. Die Tore fielen, die Namen blieben.
Am Ende zählt nicht, wer wie viele Spiele absolvierte, sondern wer in einer einzigen Nacht die Zeit anhielt. Malgin, Tatar, Czarnik, Künzle – vier Spieler, vier Abende, die in der Statistik für immer rot unterstrichen sind. Die Regular Season 2025/26 war ihre Bühne, die Scheibe ihr Mikrofon. Wer nächstes Jahr nachlegt, liegt schon wieder auf dem Eis.
