Málaga cf sperrt funes und juarros bis 2028 ein – der traum von la liga lebt

Bis 2028. Keine Ausstiegsklausel, kein Hintertürchen. Juanfran Funes und Loren Juarros bleiben in Martiricos – und damit der Málaga CF auf Kurs Richtung Primera División.

Die wende nach dem november-blues

Die wende nach dem november-blues

Als Funes im November das Training übernahm, stand der Klub auf dem Relegationsplatz und roch nach 0:0 gegen Atlético Baleares nach Mittelmaß. Drei Monate später ist Málaga Tabellenzweiter, punktgleich mit Deportivo La Coruña. Die Statistik lügt nicht: 2,1 Punkte pro Spiel seit seinem Amtsantritt, die beste Quote der kompletten Segunda RFEF. Mit exakt demselben Kader, der zuvor wie ein gebremstes Auto wirkte.

Die Verlängerung von Juarros war lange offen. Der sporting director galt intern als „umstritten“, weil er Pellicers Nachfolger Funes nicht aus der eigenen Akademie holte, sondern einen Ex-Granada-Coach. Die Wette ging auf. Juarros sicherte innerhalb von 60 Tagen die Verträge von Rubén Yáñez, Keidi Bare und Alberto Quintana bis 2027 – und überzeugte Muñoz, dass Stabilität wichtiger ist als ein neues Gesicht.

Funes selbst ließ keinen Zweifel. „Die Cantera ist das Rückgrat. Loren hat das Gerüst gelegt, ich baue das Haus“, sagte er nach dem 3:1 in Algeciras. Die Fans sangen sein Namen, die Geschäftsführung nickte. Die Entscheidung fiel am Montagabend, 23:47 Uhr, per Vorstandsbeschluss – ohne Pressekonferenz, nur mit einem Tweet und einem Foto. Kein Schnickschnack, spanischer Realismus.

Der Kontext bleibt prekär: Gerichtsvollzieher kontrollieren noch immer die Kasse, die Schuldenlast liegt bei 25 Millionen Euro. Doch genau deshalb setzt Muñoz auf Kontinuität. Juarros kennt die Creditor-Listen, Funes schaltet auf Sieg statt auf Sensation. Beide bekommen Gehalt erst ab Aufstieg voll – ein Poker, der sie zu Mitinvestoren macht.

Die Saisonziel-Formel lautet: 42 Punkte aus den restlichen 15 Spielen. Das würde 78 Zähler bedeuten – historisch genug für direkten Aufstieg. Die nächsten Gegner: Córdoba (Auswärts), Sevilla Atlético (Daheim), Real Madrid Castilla (Auswärts). Drei Finals, kein Lautstärke-Regler mehr auf Stufe zwei.

Málaga spielt nicht nur für die Playoffs. Málaga spielt für die Existenz als Erstligist. 2028 kann der Klub wieder frei verkaufen, TV-Gelder würden die Insolvenz ablösen. Funes und Juarros haben jetzt vier Jahre Zeit, diesen Countdown zu stoppen – oder ihn zu beschleunigen. Die Uhr tickt laut in Andalusien. Und sie tickt zugunsten von Martiricos.