Mainz 05 setzt auf kontinuität: schulze und schura bleiben

Der 1. FSV Mainz 05 macht das, was viele Clubs vor ihm versäumt haben: Er handelt schnell und konsequent. Das Trainer-Duo Jörg Schulze und Judith Schura bleibt. Verlängert. Kein Drama, kein Ping-Pong der Gerüchte. Ein klares Bekenntnis in einer Liga, in der Kurzfristigkeit oft mehrheitsfähig ist.

Ein duo, das überzeugt

Die Entscheidung fiel nicht im luftleeren Raum. Nach einem Jahr, das die Mainzerinnen mit Aufstiegsambitionen und temporeichem Handball geprägt hat, lautet das Urteil der Verantwortlichen: „Die Richtung stimmt – sportlich wie strukturell.“ Das klingt nach PR, ist aber ein Fakt. Die Kaderplanung läuft parallel, der Großteil der Spielerinnen bleibt. Stabilität als Gegenentwurf zum Dauerumbau.

Schulze und Schura selbst zeigen sich zufrieden, aber nicht selbstzufrieden. „Die gesteckten Saisonzielsetzungen konnten in den bisherigen Etappen erreicht werden“, heißt es in ihrer Stellungnahme. Das klingt nüchtern. Gemeint ist: Mainz 05 hat sich in der 2. Bundesliga festgebissen und jene Spiele geliefert, die Zuschauer in die Halle locken. Mehr Geheimrezept braucht es nicht.

Neuer mann zwischen den pfosten

Neuer mann zwischen den pfosten

Neben dem Trainergespann rüstet der Club auch auf der Torwartposition auf. Marc Rhein übernimmt das Keeper-Training. Neun Jahre war er selbst in Griesheim im Kasten, danach schulte er beim HSV Bensheim/Auerbach die Frauen. Rhein bringt Regionalliga-Erfahrung mit, kennt die Schräglage der Liga und die Nerven der jungen Keeperinnen. Ein kleiner, aber wichtiger Puzzleteil.

Mainz 05 macht damit früh klar: Die nächste Saison wird keine Experimentierphase. Sie wird eine Fortsetzung dessen, was bereits läuft. In einer Zeit, in der viele Clubs erst einmal schauen, was die Konkurrenz tut, setzt der 1. FSV auf Planung statt Reaktion. Das ist im Frauenhandball immer noch ein Exot. Der Erfolg wird zeigen, ob er ein Exot mit Zukunft ist.