Magdeburg lässt hannover keine chance – fünf punkte vorsprung
Der SC Magdeburg lässt sich von niemandem beirren. Drei Tage nach der Niederlage in der Champions League gegen den FC Barcelona – der ersten in diesem Wettbewerb – antwortete das Team von Bennet Wiegert mit einem souveränen 35:30 gegen die TSV Hannover-Burgdorf und hält die Bundesliga fest im Griff. Fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger SG Flensburg-Handewitt. Die Botschaft ist klar.
Magnusson dreht das spiel im alleingang
Lange sah es nach einem Abend voller Zittern aus. Das Duell war über weite Strecken so ausgeglichen, dass beide Mannschaften zur Halbzeit mit 17:17 in die Kabinen gingen – kein Hinweis darauf, was danach kommen würde. Hannover kämpfte, störte, hielt mit. Bis zur 51. Spielminute, als Magdeburg beim Stand von 29:28 eine Schalte umlegte, die Hannover schlicht nicht mehr bedienen konnte.
Vier Tore in Serie. Vier Tore, die die Partie entschieden, bevor sie überhaupt zu Ende war. Und mittendrin: Omar Ingi Magnusson, der Isländer, der an diesem Abend mit zwölf Treffern nicht nur bester Werfer auf dem Feld war, sondern der Partie seinen persönlichen Stempel aufdrückte. Wenn Magdeburg einen Gang hochschaltet, hat das meistens einen Namen.

Hannover steckt tief im niemandsland
Für die Niedersachsen läuft es dieser Tage alles andere als rund. Die dritte Niederlage in Folge zementiert Rang neun in der Tabelle – weit weg von Europa, weit weg von den Träumen, mit denen man in die Saison gestartet ist. Hannover wirkte nicht schlecht an diesem Abend. Das Problem: Gegen Magdeburg reicht gut nicht.
Der dreimalige deutsche Meister zeigt, was es bedeutet, eine Mannschaft zu sein, die auch dann gewinnt, wenn sie nicht glänzt. Wiegerts Team hat diese Eigenschaft verinnerlicht. Und solange das so bleibt, wird die Meisterschale im Sommer wieder an der Elbe bleiben.
