Eisbären blockieren köln, stettner schnappt sich den schalke-express
Köln – 18.600 Fans, ein ganzer Sonderzug voll Berliner, und am Ende steht Jonas Stettner wie ein einsamer Riese zwischen den Pfosten: Die Eisbären Berlin haben den Tabellenführer Kölner Haie mit 1:0 niedergekämpzt, sich Platz sechs gesichert und dem Mythos vom unantastbaren Spitzenreiter eine klare Absage erteilt.
Andreas eder trifft sekunden vor dem ersten pausenpfiff – und das reicht
Die Haie starteten wie erwartet mit Biss, doch schon nach 43 Sekunden saßTim Wohlgemuth auf der Strafbank. Berlin nutzte die Unruhe, fand ins Spiel und traf durch Andreas Eder genau 19:59 Minuten gespielt. Ein Tor, das die Kölner Arena kurz zum Verstummen brachte – und das die Eisbären mitnahmen in die Kabine, als wäre es ein Schutzschirm gegen die Angriffswelle des Gegners.
Im Mitteldrittel wechselten sich Chancen und Checks ab, aber kein Puck klapperte. Berlin stand tief, lauerte auf Konter, ließ keine Lücken. Köln drehte an allen Reglern, doch Stettner war ein Fels – erst Saison-Clean-Sheet, erstes Mal ohne Gegentor, und das ausgerechnet gegen die Liga-Offensive mit den meisten Toren.
Im Schlussabschnitt warf Kölne alles nach vorne, zog den Goalie, feuerte 14 Schüsse in zwei Minuten. Berlin blockierte, stemmte sich, schleuderte sich in jeden Schuss. Die Uhr tickte langsamer als das Publikum atmete. Letzte Sekunde, Schlusssirene – Jubel im Berliner Block, Stille bei den Hai-Fans.

Platz sechs fest in berliner hand – bremerhaven bleibt dicht dran
Mit 71 Punkten behaupten die Eisbären Rang sechs, zwei Zähler vor Bremerhaven, das parallel Iserlohn 5:0 wegputzte. Zwei Spieltage sind noch zu absolvieren: Freitag kommt Meister Mannheim, Sonntag folgt München. Gewinnt Berlin beide Partien, ist selbst Rang vier drin – und mit dem Selbstvertrauen von Köln im Gepäck wirkt das kein bisschen unrealistisch.
Die Haie dagegen müssen sich fragen, ob ihre Heimstärke ausreicht, wenn es in den Playoffs erneut gegen Abwehr-Berlin geht. Heute war die Antlage eindeutig: Schnell, hart, effizient – und am Ende steht ein 1:0, das lauter spricht als jedes Schlagwort. Die Eisbären sind bereit, die Meister-Jagd geht weiter.
