Magaard kehrt zurück: hsv-hoffnung lebt im nordderby!
Hamburg. Andreas Magaard, der gebuchte Kreisspieler des HSV Hamburg, steht kurz vor seinem Comeback in der Handball-Bundesliga. Nach einer langwierigen Patellasehnen-Operation könnte der 27-Jährige bereits am Ostersonntag in Minden (16.30 Uhr, live bei Dyn) wieder auf dem Feld stehen – ein emotionaler Moment für den gebürtigen Norddeutschen.

Die rückkehr des kreisläufers: mehr als nur ein spiel
Die Verletzung hatte Magaard fest im Griff, doch nun scheint er die Krise überwunden zu haben. „Dem Knie geht es gut. Es geht gut voran“, so der Rückkehrer gegenüber BILD. Schon das anstehende Nordderby gegen den THW Kiel rückt in den Fokus, und die Hoffnung auf einen Einsatz wächst.
Der Weg zurück war alles andere als einfach. Tägliche Reha-Einheiten, oft unter größten Anstrengungen, prägten Magaards Alltag. „Noch ist nicht alles wieder so, wie es sein soll“, räumt er ein, betont aber: Das Knie hält – und das ist die wichtigste Voraussetzung. Die Angst vor Rückschritten wich dem Optimismus, als er feststellte, dass das Knie stabil bleibt.
Ein besonderes Datum im Blick: Der 12. April, das Nordderby in der Barclays Arena gegen Kiel, hat es sich in Magaards Kopf fest eingebrannt. „Kiel, das wäre hammergeil“, sagt er mit einem Augenzwinkern, fügt aber schnell hinzu: „Aber am Ende entscheidet das Knie.“
Die Sehnsucht nach dem Spiel ist groß, doch die Vorsicht ist ebenso angebracht. Gegen den BHC hielt er sich kaum auf der Tribüne zurück, der Drang, wieder aktiv zu sein, war überwältigend. Doch der Körper mahnte zur Ruhe. Da hilft nur der Ausgleich im Alltag – mit seiner Hündin Helga, die ihn durch die Reha begleitet und ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Der Ausfall Magaards hatte personelle Konsequenzen für den HSV. Jan Schmidt, der Junioren-Nationalspieler, wurde vorgezogen eingebunden, um die Lücke am Kreis zu schließen. Doch Schmidt ist in Dormagen selbst im Abstiegskampf gefordert, was seinen Einsatz für Hamburg einschränkt.
Für den HSV steht ein Umbruch an, denn Magaard verlässt den Verein nach dieser Saison und kehrt zu seinem Heimatverein GOG Handball zurück. Neue Gesichter am Kreis sind bereits in Planung: Der norwegische Nationalspieler Martin Hovde und Schmidt sollen die Nachfolge antreten. Ob es für Magaard noch für das Derby gegen Kiel reicht, bleibt abzuwarten. Sein Knie wird es entscheiden.
Die Frage ist nicht, ob Magaard zurückkehrt, sondern wann und in welchem Umfang. Er trainiert hart, die Hoffnung ist groß. Denn eines ist klar: Ein fitter und motivierter Andreas Magaard ist eine Bereicherung für jede Mannschaft.
