Madrid und valencia schießen in der euroleague nach oben – fenerbahce stolpert

Real Madrid und Valencia Basket haben der Tabelle einen neuen Anstrich verpascht. Die Königlichen fegten Hapoel Jerusalem mit 92:83 vom Parkett und kletterten auf Rang drei. Valencia setzte dem Spitzenreiter Olympiakos ein Beben nach: 78:76 nach zwei Freiwürfen von De Larrea bei 1,9 Sekunden auf der Uhr. Plötzlich stehen beide Klubs bei 21 Siegen und winken den Heimvorteil in den Play-offs.

Scariolo knackt die zwei-punkte-formel

Der Sieg gegen Hapoel war kein Kunststück, aber ein Rechenexempel. Mit 84:62 fünf Minuten vor Schluss hatte Madrid die Plus-Minus-Relation schon im Kopf. Die 2:0-Bilanz im direkten Vergleich mit Hapoel kann bei Drei- oder Vierer-Gleichstand Gold wert sein. Sergio Scariolo rotierte clever, ließ Deckel und Tavares die Zone verstopfen und seine Stars nur so lange auf Feld, bis der Vorsprung sicher war. Das Ergebnis: Madrid rückt auf zwei Siege an Spitzenreiter Fenerbahce heran, das überraschend gegen Maccabi unterging (89:94).

Valencia dagegen lieferte Drama. Olympiakos führte 76:73, da traf De Larrea mit kaltem Blut zweimal. Der Grieche Itoudis verschluckte sich an seiner Kaugummi-Sequenz, spanische Bank tobte. Die 21. Saisonniederlage der Piräen bedeutet: Valencia schlägt gleich doppelt zu – moralisch und tabellarisch.

Barcelona hält anschluss, baskonia wartet

Barcelona hält anschluss, baskonia wartet

Auch Barça blieb dran. Xavi Pascuals Team besiegte Anadolu Efes 87:81 und schob sich auf Platz neun. Estrella Roja, Heute-Gegner von Baskonia, muss nachlegen, will sie nicht den Anschluss verlieren. Denn dahin prescht Panathinaikos mit Sieg gegen Alba Berlin. Die Athener, Mónaco und Zalgiris liegen alle bei 19 Erfolgen – nur zwei hinter Dubai Basketball, das gegen PAO einbrach.

Die EuroLeague verwandelt sich in ein Korsett: ein Zähler kann zwischen Heimrecht und Auswärtschaos entscheiden. Madrid und Valencia haben die Schere gerade noch mal aufgemacht. Wer jetzt stolpert, fliegt aus den oberen vier Plätzen – und die Konkurrenz atmet bereits durch den Nacken.