Madrid stolpert in piräus: euroliga-playoffs in gefahr!
Ein bitterer Geschmack liegt in der Luft für die Madrider: Das Team von Sergio Scariolo verlor am Dienstagabend im griechischen Piräus gegen den Tabellenführer Panathinaikos Athen. Doch das Ergebnis allein ist nicht das Problem – es ist die anhaltende Misere auswärts, die die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Teilnahme an den Euroliga-Playoffs ernsthaft gefährdet.
Die auswärtsschwäche als achillesferse
Der Palacio de la Paz y la Amistad mag ein Ort sein, an dem selbst vermeintlich starke Teams ins Straucheln geraten, doch die Art und Weise, wie Real Madrid in dieser Saison auswärts agiert, ist schlichtweg alarmierend. Die Bilanz von 5 Siegen und 13 Niederlagen ist nicht nur das schlechteste Ergebnis unter den Top 13 der Tabelle, sondern auch die schlechteste Auswärtsbilanz in der Geschichte der Euroliga im modernen Format. Nur Bayern München, Virtus Bologna, Baskonia und Anadolu Efes schneiden noch schlechter ab – und diese Teams scheinen bereits aus dem Rennen um die Top-Sechs ausgeschieden zu sein.
Die knappen Niederlagen häufen sich: Fünf Partien wurden lediglich mit einem oder zwei Punkten verloren. Scariolo sprach von Pech, von Fehlentscheidungen und von mangelnder Kontrolle in den entscheidenden Minuten. Aber die Wahrheit ist: Real Madrid hat es immer wieder verpasst, wichtige Spiele auswärts für sich zu entscheiden.
Die aktuelle Tabellenposition – Platz fünf – ist ein direktes Resultat dieser Schwäche. Würde sich diese Situation in den Playoffs bestätigen, entfällt der Heimvorteil, ein Faktor, der in der Vergangenheit stets entscheidend für den Erfolg in der Euroliga war. Nur 81,2 Prozent der Teams, die den Heimvorteil erreichten, schafften es in die Final Four. Das sollte in Madrid Alarmglocken schrillen lassen.
Die Bilanz gegen die direkten Verfolger ist ebenfalls besorgniserregend. Während man Valencia, Monaco, Hapoel und Barça in beiden direkten Duellen schlagen konnte, liegt man gegen Olympiakos im Minus (-2), gegen Zalgiris (-1) und insbesondere gegen Panathinaikos, das beide Spiele gegen die Königlichen für sich entscheiden konnte, deutlich hinten.

Das duell gegen fenerbahce: letzte chance?
Am Donnerstag trifft Real Madrid auf Fenerbahce Istanbul, das ebenfalls in eine Ergebniskrise geraten ist. Vier Niederlagen in Folge und sechs von den letzten sieben Spielen – ein gefundenes Fressen, wenn die Madrilenen ihre Auswärtsschwäche im Griff hätten. Aber wie so oft in dieser Saison gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die Realität ist hart.
Um noch in die Top Vier zu gelangen und den Heimvorteil zu sichern, muss Madrid in Istanbul und gegen das rote Stern belgrad gewinnen. Andernfalls droht die Play-in-Runde, und bei einer weiteren Niederlage könnte sogar der achte Platz die Konsequenz sein. Die Saison könnte für Real Madrid in einem Desaster enden – ein bitteres Ende für ein Team mit so viel Ambition.
