Madrid decide: duplantis will den zweiten laureus – deutschland bleibt draußen
Am 20. April schlägt das Cibeles-Palacio den sportlichen Olymp der Superlative auf. Laureus nominiert sechs Giganten pro Kategorie – und keinen einzigen deutschen Sportler.
Mondo gegen das who-is-who
Stabhochflitzer Armand Duplantis jagt die unglaubliche Wiederholung: nach 2025 soll 2026 erneut die goldene Statuette her. Vier Weltrekorde im Jahr, das reicht fast schon als Normalform. Doch diesmal lauern Carlos Alcaraz, Jannik Sinner, Champions-League-Held Ousmane Dembélé, MotoGP-König Marc Márquez und Tour-Quadruplett Tadej Pogačar. Kein Platz für Mittelmaß.
Die Damen-Konkurrenz glänzt genauso brachial. Aitana Bonmatí könnte ihren zweiten Pokal einpacken, nachdem sie den Ballon d’Or schon drei Mal in Folge zeremoniell eingeschweißt hat. Neben ihr sprinten Melissa Jefferson-Wooden, Sydney McLaughlin-Levrone und Faith Kipyegon um jeden Hundertstel. Im Wasser beherrscht Katie Ledecky weiter alle Bahnen, draußen auf dem Court diktiert Aryna Sabalenka den Rhythmus des Damen-Tennis.

Der 17-jährige weltmeister und der darts-teenager
Luke Littler war noch nicht volljährig, als er die PDC-WM an sich riss. Nun trifft der 17-Jährige im Durchbruch-Duell auf Formel-1-Champ Lando Norris, CL-Entdeckung Désiré Doué und die zwölfjährige Schwimm-Phänomen Yu Zidi. Zwölf Jahre alt – ein Jahr jünger als Littlers Profi-Zulassung.
Deutsche Hoffnung? Nur ein einziger Name taucht auf: Isaiah Hartenstein. Der deutsch-amerikanische Center kann mit NBA-Champion Oklahoma City Thunder ins Team-Jahr einsteigen. Das ist’s dann auch schon. Keine deutsche Solo-Nominierung, kein Einzeltriumph, kein Comeback, kein Breakthrough.
Die 1.300 Köpfe des Laureus Global Media Panel haben entschieden – und das Internationale Paralympische Komitee auch. Die Sieger kürt am Ende der glamourösen Gala eine Jury aus Sport-Ikonen, nicht das Publikum. Es bleibt eine Nacht der Rekorde, eine Nacht ohne deutsche Beteiligung. Die goldene Null steht fest.
