Madrid amok: zwei pleiten in serie – droht das aus?
Madrid, einst gefürchtet und bewundert, taumelt in die Krise. Nach dem enttäuschenden Ausscheiden im Pokal und dem Liga-Debakel gegen Mallorca folgt nun die bittere 1:2-Niederlage gegen Bayern München im Champions-League-Viertelfinale. Die Zeichen stehen auf Sturm – und die Frage, was aus dem einst so dominanten Verein werden soll, beschäftigt die Fans und Experten gleichermaßen.
Eine trendwende fehlanzeige
Es ist kein Einzelfall mehr, sondern eine erschreckende Entwicklung: Seit knapp eineinhalb Jahren häufen sich die Fehlleistungen der Königlichen. Aus 115 Spielen gingen satte 26 verloren – das entspricht einem alarmierenden Anteil von 22,6 Prozent. Eine solch schwache Bilanz ist für einen Verein dieser Größenordnung schlichtweg inakzeptabel.
Die Entlassung von drei Trainern in dieser kurzen Zeit hat die Situation nicht verbessert. Carlo Ancelotti, der mit zwei Titeldoublés zuvor noch so glänzte, konnte den veränderten Geist im Team nicht mehr einfangen. Der ersehnte Coup mit Kylian Mbappé, der eigentlich die Champions League erobern und den Ballon d'Or gewinnen sollte, scheiterte spektakulär an einer fehlenden Mannschaftsleistung und taktischen Klarheit.
Xabi Alonso übernahm, sorgte kurzzeitig für Hoffnung, scheiterte aber ebenfalls an der Aufgabe, die Mannschaft zu stabilisieren. Sechs Niederlagen in nur 19 Spielen unter seiner Führung verdeutlichen das Problem: Die Defensive ist alles andere als sattelfest, und im Angriff fehlt die nötige Durchschlagskraft. Die Abwehrarbeit ist schlichtweg nicht Madrid-würdig.
Die aktuelle Tabellenposition ist ernüchternd: Sieben Punkte Rückstand auf den Liga-Vorsprung und ein anstehendes Duell gegen Barcelona machen die Meisterschaft zur Utopie. Sollte Bayern München im Rückspiel die Oberhand behalten, ist die Champions-League-Saison ebenfalls frühzeitig beendet. Die einst so gefürchtete Mannschaft hat ihre Dominanz verloren – und das mit Ansage.
Die Spieler scheinen den Faden verloren zu haben, die Verantwortlichen suchen nach Lösungen, aber die Zeit drängt. Die Frage ist, ob es für eine Trendwende noch reicht oder ob die Saison für Real Madrid bereits jetzt als „verschenkt“ gilt. Ein Wunder ist im Rückspiel gegen Bayern München gefordert, und selbst das erscheint unwahrscheinlich.

Ein vermächtnis in trümmern?
Die Solidität, die Madrid bis zum vergangenen Sommer auszeichnete, scheint wie weggeblasen. Drei Trainer haben versucht, die Mannschaft zu formen, doch alle scheiterten an der Aufgabe, eine stabile Struktur zu schaffen. Die fehlende Konstanz und die vermeidbaren Fehler kosten den Verein teuer. Der Traum vom erneuten Triumph in Europa und Spanien schwindet zusehends.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Gelingt es dem Team, in München zu bestehen und in der Liga aufzuholen, könnte noch ein Funken Hoffnung bestehen. Andernfalls steht Real Madrid vor seiner größten Krise seit Jahren – und das Vermächtnis einer goldenen Ära droht in Trümmern zu liegen.
