Lukaku sitzt, hojlund rockt – napoli zahlt 8,5 mio. für tribünenstar
Romelu Lukaku, einst Contes Kampfmaschine, bekommt in Neapel die kalte Schulter: 102 Minuten Spielzeit, ein Tor – und ein Gehalt von 8,5 Millionen Euro. Der Maradona-Stadion-Tribüne ist das neue Zuhause des Belgiers.
Conte setzt auf dänen statt urgestein
Der Grund heißt Rasmus Hojlund. Der 50-Millionen-Mann aus Kopenhagen erledigte die Lukaku-Rolle sofort: Tiefe laufen, sich festspielen, Tore machen. Keine Übergangszeit, keine Rücksicht. Der Coach ließ den 21-Jährigen durchstarten, während Lukaku nach seiner Oberschenkelzerrung nur noch mitlaufen durfte.
Die Zahlen sind gnadenlos: Hojlund erzielte bislang zwölf Liga-Tore, Lukaku traf einmal – und das war’s. Selbst das 1:0 gegen Hellas Verona, begossen mit Tränen für den verstorbenen Vater, brachte keine Wende. Gegen Turin wieder nur 13 Minuten, gegen Lecce gar kein Einsatz. Die Tribüne ist Programm.

Gehaltsriese blockiert neustart
Das Problem: Lukaku ist mit 8,5 Millionen Euro Nettogehalt Top-Verdiener in Neapel. Selbst Kevin De Bruyne, der neue Star-Mittelfeldspieler, kassiert weniger. Für einen Klub, der künftig den Lohndeckel senken will, ist das eine tickende Bombe. Sportdirektor Giovanni Manna muss handeln, will handeln.
Interesse ist da: Al-Nassr, Anderlecht, Galatasaray, sogar einige Premier-League-Klubs lauschen. Doch Lukaku will erst den WM-Traum retten. Neun Spiele bleiben, um Conte zu überzeugen – und vielleicht doch noch das Scudetto-Triplet zu forcieren. Wenn nicht, fliegt der Belgier im Sommer raus, und Neapel spart ein kleines Vermögen.
Für Napoli-Fans bleibt ein bitterer Geschmack: Der Held von 2025 könnte 2026 als teuerster Zuschauer der Serie A in die Geschichte eingehen.
