Retegui fliegt vor – gattuso plant doppelfalle gegen nordirland

Mateo Retegui will zur WM, koste es, was es wolle. Während der saudische Ligaverband seine Spieler in die Winterpause schickt, sitzt der Stürmer schon in Florenz – und wartet auf Gattusos Anruf.

Der countdown läuft: 26. märz ist alles oder nichts

Der italienische Sturm zittert, die Defensive brodelt. Gattuso hat sich entschieden: Er wird mit dem Doppelsturm ins Risiko gehen, den er seit Estland perfektioniert hat. Kean und Retegui, 19 Tore in sechs Länderspielen – mehr braucht kein Trainer zu wissen. Die Frage ist nur: Wer spielt neben wem, wenn Nordirland mit der Hacke steht?

Die Antwort liefert ein Blick auf die Zahlen. Retegui traf fünfmal, Kean viermal, Esposito steuerte drei Treffer bei. Dahinter lauern Scamacca und Raspadori, bereit, jede Sekunde zu nutzen. Doch der Plan hat einen Haken: die Abwehr. Ohne echte Räuber wie Cannavaro muss Gattuso improvisieren. Bastoni und Calafiori – beide Linksverteidiger – sollen zentrale Lücken stopfen. Mancini wird zur Führungskraft erkoren, obwohl er international noch Luft nach oben hat.

Im Trainingslager in Coverciano testet Gattuso bereits die Notlösung: Cristante als Not-Stopper, Scalvini als universelles Joker-Ass. Die Statistik nagt an ihm: Elf Gegentore nach Standards in der Quali – zu viel für eine Traditionsmannschaft, die einst mit Gentile, Scirea und Materazzi Titel gewann.

Palästina statt zaniolo – gattuso setzt auf frische

Palästina statt zaniolo – gattuso setzt auf frische

Die letzten Puzzlestücke liegen auf dem Tisch. Palestra, 22, Außenbahn-Cruiser von Cagliari, soll die rechte Seite aufreißen. Politano darf trotz Conte-Prägung nicht ruhen, Dimarco blockiert links. Wer noch fehlt: Zaniolo, als Zentralstürmer nicht integriert, Zappacosta ohne Perspektive. Der 28. Pass richtet sich nach Tagesform – zwischen Bellanova und Maldini entscheidet der medizinische Check.

Retegui jedenfalls schläft nicht. In seinem provisorischen Apartment in Florenz schaut er Analysevideos, bis der Laptop glüht. Er weiß: Gegen Nordirland zählt kein Ranking, nur die 90 Minuten. Danach entweder Wales oder Bosnien. Und dann? Amerika. Ein Kontinent wartet auf einen Stürmer, der bereit ist, für das Azzurri zu brennen. Die Uhr tickt. Die Koffer sind gepackt.