Lugano: steinmann blickt trotz playoff-aus positiv auf die saison zurück

Lugano hat die Saison zwar verpasst, doch Sportdirektor Janick Steinmann kann auf eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr blicken. Nach einer enttäuschenden Vorsaison und dem bitteren Ausscheiden im Viertelfinal gegen die ZSC Lions zieht der Architekt des Teams eine insgesamt positive Bilanz – und warnt gleichzeitig vor zu großen Erwartungen für die Zukunft.

Ein tabellensprung als beweis harter arbeit

Der Aufstieg von Lugano ist beeindruckend. Vom vorletzten Platz der vergangenen Saison katapultierte sich der HC Lugano in der abgelaufenen Spielzeit bis auf den fünften Rang der Qualifikation. Steinmann sieht darin das Ergebnis konsequenter Arbeit und einer neuen Teamkultur. "Der Schritt nach vorn war enorm," so der Sportdirektor gegenüber heshootshescoores. Die Mannschaft habe eine deutliche Entwicklung gezeigt, geprägt von großem Zusammenhalt und Einigkeit – eine Leistung, die in einer hart umkämpften Liga besonders hervorsticht.

Das playoff-aus: ein rückschlag, aber kein drama

Das playoff-aus: ein rückschlag, aber kein drama

Obwohl das 0:4 im Viertelfinal gegen die ZSC Lions schmerzt, relativiert Steinmann die Niederlage. "Wenn ich die Gesamtsituation betrachte, hätten wir dieses Ergebnis vor Saisonbeginn unterschrieben," erklärt er. Die Mannschaft habe in drei von vier Spielen reale Siegchancen erarbeitet, doch am Ende sei die Überlegenheit der Zürcher unbestreitbar gewesen. Es war eben kein Tag für Lugano, aber es unterstreicht auch, dass das Team in der Lage war, mit den besten der Liga zu konkurrieren.

Gerüchte um moy und strömwall: keine versteckten absprachen

Gerüchte um moy und strömwall: keine versteckten absprachen

Die Kaderplanung war von Spekulationen um Tyler Moy und Malte Strömwall überschattet, die zuvor für Steinmanns ehemaligen Arbeitgeber Rapperswil-Jona spielten. Steinmann betonte, dass es keine informellen Absprachen gegeben habe. "Es gab kein 'Gentlemen's Agreement' mit der Rapperswil-Führung, das mich daran gehindert hätte, die Spieler zu verpflichten," so Steinmann. Er habe die Situation der beiden Stürmer sondiert, ihre Gehaltsforderungen und Rollen innerhalb des Teams geprüft. Am Ende entschied sich Strömwall für die ZSC Lions, während Moy Rapperswil treu blieb.

Blick nach vorn: arbeit, arbeit, arbeit

Blick nach vorn: arbeit, arbeit, arbeit

Steinmann warnt davor, den Erfolg der vergangenen Saison als Selbstläufer zu betrachten. Die Erwartungshaltung in Lugano ist hoch, doch die Liga bleibt hart. "Wir wollen noch weiter gehen, aber das wird viel Arbeit erfordern. Es wird kein Spaziergang, wieder unter die ersten Sechs zu kommen." Aktuell wetteifern mindestens zehn bis zwölf Teams um die Playoff-Plätze. Steinmann fordert Objektivität von Fans und Medien und betont, dass es vor allem auf harte Arbeit ankommen wird, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Das Team muss sich neu beweisen und zeigen, dass der Aufwärtstrend kein vorübergehender Zustand war.