Luca toni schwärmt vor atalanta-duell: „kane ist ein champion, ich sehe mich in ihm wieder“
Zwei Tage vor dem Achtelfinal-Kracher zwischen Atalanta und dem FC Bayern dreht sich alles um einen Mann: Harry Kane. Und um Luca Toni, der vor der Kamera von Prime nicht anders kann, als von seinem englischen Zwillingsbruder in Sturmstiefeln zu reden.
Der italiener, der in münchen zu hause ist
„Ich habe meine ersten Titel auch mit Bayern gewonnen“, sagt Toni, während er im Studio in Bergamo Platz nimmt. Die 48-jährige Sturmlegende, 2006 Weltmeister, zweimal deutscher Meister mit den Münchnern, spricht mit dem tonlosen Selbstbewusstsein eines Mannes, der genau weiß, wovon er redet. „Kane ist ein Champion. Ich erkenne mich in ihm tatsächlich wieder.“
Die Parallelen liegen auf der Hand: Beide kamen als gestandene Profis nach München, beide hatten vorher keine großen Titel gewonnen, beide sind archetypische Mittelstürmer, die nicht für die Show, sondern für die Effizienz leben. „Ein Freund von starken Mittelstürmern“, nennt sich Toni selbst. Was wie eine Floskel klingt, ist Programm. Seine Augen leuchten, wenn er von Kane spricht, von der Art, wie der Engländer sich in den Strafraum bewegt, wie er den Ball mit der Innenseite versenkt, wie er sich nie in Szene setzt, sondern immer in Position.

Das spiel, das mehr ist als nur ein achtelfinale
Am Dienstagabort, 21 Uhr, fliegt der Ball in Bergamo. Die Atalanta-Fans sind laut, die Bayern-Fans sind nervös. Toni sitzt in der ersten Reihe, live auf Prime. „Ich will ihn noch lange auf dem Platz sehen“, sagt er über Kane. Kein Wunsch, sondern eine Forderung. Denn was Toni sieht, ist nicht nur ein Stürmer in Bestform, sondern eine Zukunft, in der der FC Bayern wieder zu der Macht wird, die er einmal war.
Und dann? Dann kommt das Rückspiel in der Allianz Arena. Toni wird wieder da sein. „Ich habe immer noch viele Freunde dort“, sagt er. Er meint Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, die Uhrmacher der erfolgreichen Ära. Aber er meint auch die Fans, die ihn noch immer feiern, wenn er durch die Münchner Innenstadt läuft. „Ich freue mich sehr, sie zu sehen.“
Die Champions League ist kein Wettbewerb mehr, sie ist ein Kreislauf. Alte Helden treffen auf neue. Luca Toni trifft auf Harry Kane. Und vielleicht, nur vielleicht, trifft der FC Bayern wieder auf sich selbst.
