Luca toni schlägt alarm: bayern darf atalanta nicht unterschätzen

Luca Toni, 48, trägt nicht nur die 58 Tore für Bayern in den Knochen, sondern auch das Gefühl für den Moment, in dem Favoriten stolpern. Vor dem Achtelfinale in Bergamo warnt er den Rekordmeister: „Wenn die Bayern das Spiel auf die leichte Schulter nehmen, kann Atalanta ihnen weh tun.“

Atalanta sieht das duell als „spiel des lebens“

Die Italiener haben sich über Dortmund gekämpft, nach dem 0:2 in der Westfalenarena folgte ein 4:1 im Rückspiel. Toni verspottet die BVB-Ausrede von schlechtem Platz: „Das war eine Entschuldigung. Der Rasen ist schlecht für beide Teams, nicht nur für einen.“ Er kennt die Mentalität seiner Landsleute. „Die Jungs von Palladino spielen frei, als hätten sie nichts zu verlieren. Für sie ist das eine historische Chance.“

Palladino – 41 Jahre jung – hat die Atmosphäre im Verein verändert. Toni lobt: „Er hat die Mentalität der Mannschaft positiv gedreht.“ Die Kurve in der New Balance Arena sitzt auf den Knien der Spieler, die Trommel schlägt im Takt der Herzen. Toni lacht kurz: „Hexenkessel? Die Bayern kennen das. Aber Atalanta spielt mit dem Feuer der Fans im Rücken.“

Bayern hat die qualität – aber atalanta den glauben

Bayern hat die qualität – aber atalanta den glauben

Die Münchner sind klarer Favorit, das weiß auch Toni. „Wenn sie einen guten Tag haben, sind sie für mich Favorit.“ Doch er kennt den Fehler, der Superteams immer wieder einholt: „Man unterschätzt den Gegner, weil man den Namen auf dem Papier größer findet als das Herz auf dem Platz.“

Die Wetterkarte für Mittwochabend: 21 Uhr, 22.000 ausverkaufte Ränge, ein Rasen, der nach Regen schwer sein könnte. Toni nickt: „Dann wird es auf Durchsetzvermögen ankommen, nicht auf Kombinationen im Stil. Und genau da kann Atalanta zubeißen.“

Serhou Guirassy, 27, hat in 16 Pflichtspielen 14 Tore erzielt. Er wird an der Seitenlinie von Isak Hien attackiert werden, einem Verteidiger, der wie ein Boxer in die Zweikämpfe geht. Toni: „Das wird ein K.o.-Duell. Wer hier zuerst trifft, bestimmt das Tempo.“

Die Bayern-Flanke, die Atalantas Abwehr erreicht, könnte der erste Test für die mentale Stärke sein. Toni warnt: „Die ersten 15 Minuten sind entscheidend. Wenn Atalanta früh trifft, wird die Arena explodieren.“

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Atalanta braucht keine Taktikrevolution, nur den Glauben, dass das Spiel des Lebens auch das Ende eines Favoriten sein kann. Toni zieht den Reißverschluss seiner Jacke zu: „Wenn die Bayern nicht wach sind, fliegen sie raus. Und dann redet morgen ganz Europa über Bergamo – nicht über München.“