Löwen braunschweig wirft guard raus – schröder zittert trotzdem um den klassenerhalt

Die Löwen Braunschweig haben mitten im Abstiegskampf die Reißleine gezogen und Guard Grant Sherfield mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Klub von NBA-Star Dennis Schröder kündigte die Trennung am Dienstag an – ein weiterer Schritt in der radikalen Umstrukturierung des Kaders.

Neue guards, alte last: der kampf gegen den abstieg beginnt neu

Neue guards, alte last: der kampf gegen den abstieg beginnt neu

Mit Kaza Kajami-Keane und Bryant Crawford sind bereits zwei neue Spielmacher an der Volkswagenhalle angekommen. Chemnitz lieh Kajami-Keane aus, Crawford kommt aus der türkischen Liga. Beide sollen sofort liefern – und Sherfield macht Platz. „Die Rollen verschieben sich“, sagt Geschäftsführer Nils Mittmann. Klarer Fokus: die letzten zehn Spiele der Saison.

Die Löwen stecken auf dem letzten Tabellenplatz fest. Der Rückstand auf die sichere Zone beträgt fünf Spiele, die Heimserie ist gebrochen, die Defense kassiert 84 Punkte pro Spiel. Trotzdem gibt sich Schröder kämpferisch. „Es sieht sehr schlecht aus“, sagt der Weltmeister der Braunschweiger Zeitung. „Aber ich glaube noch an den Klassenerhalt, weil nichts im Leben unmöglich ist.“

Die Frage ist, ob der Glaube reicht. Die nächsten Gegner: Bayern München, Alba Berlin, Telekom Baskets Bonn. Kein leichtes Programm für ein Team, das seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen hat. Die Uhr tickt. In zehn Wochen entscheidet sich, ob die Löwen in der Bundesliga bleiben – oder ob Schröders Investition in den Traditionsklub erstmals an seine Grenzen stößt.