Löwen braunschweig wirft grant sherfield raus – schröder schlägt alarm
Die Löwen Braunschweig beißen sich im Abstiegskampf die Zähne aus – und schmeißen Grant Sherfield raus. Mit sofortiger Wirkung flog der US-Guard aus dem Kader, wie NBA-Weltmeister Dennis Schröder am Dienstag bestätigte. Der Klub liegt auf dem vorletzten Platz, zehn Spieltage vor Schluss sieht die Lage düster aus.
Neuzugänge drängen sherfield aus der rotation
Der Hintergrund: Braunschweig hat in Kaza Kajami-Keane und Bryant Crawford zwei neue Guards verpflichtet. Die Konkurrenz auf den Außenpositionen wurde zu groß. „Durch die beiden Neuzugänge hat sich die Konstellation verändert, Rollen und Aufgaben verschieben sich“, sagte Geschäftsführer Nils Mittmann. Der Verein wolle den Fokus „klar auf die entscheidende Phase“ legen. Für Sherfield war kein Platz mehr.
Die Statistik spricht eine klare Sprache: In 21 Partien kam der 24-Jährige auf 7,9 Punkte und 2,8 Assists im Schnitt. Keine Zahlen, die einen sicheren Platz garantieren. Jetzt muss er gehen – obwohl die Löwen seine Erfahrung eigentlich bräuchten.

Schröder glaubt trotz absturz an das wunder
Dennis Schröder, Anteilseigner und Namensgeber der Löwen, gibt sich kämpferisch. „Es sieht sehr schlecht aus“, räumte der 30-Jährige gegenüber der Braunschweiger Zeitung ein. Doch er hängt sich an eine Fußball-Leiche: „Ich glaube noch an den Klassenerhalt, weil nichts im Leben unmöglich ist.“ Realistisch ist das nicht: Zwischen Braunschweig und dem rettenden Relegationsplatz liegen fünf Siege Rückstand.
Die Löwen haben noch zehn Spiele, um den Abstieg zu verhindern. Der Zeitplan ist eng, die Gegner gnadenlos. Mit Sherfield fehlt nun auch ein Spieler, der in kritischen Phasen den Ball sicher hätte verteilen können. Bleibt die Frage: Wer übernimmt diese Last?
Braunschweig spielt am Sonntag gegen die Basketball Löwen Weißenfels. Schon jetzt ist klar: Verlieren geht nicht mehr. Wer sich in dieser Saison noch versteckt, fliegt – wie Grant Sherfield.
