Lotterer: genesis bereit für wec-debüt – "mehr als nur ein podest wäre fantastisch!"
Imola steht vor der Tür, und mit ihm das lang erwartete Debüt von Genesis im FIA World Endurance Championship (WEC). André Lotterer, der erfahrene deutsche Pilot, ist nicht nur bereit, sondern brennt darauf, mit seinem neuen Team die Hypercar-Klasse herauszufordern. Nach einer strategischen Pause und intensivem Entwicklungsarbeit stellt sich die Frage: Kann Genesis gleich im ersten Rennen für Furore sorgen?
Ein team im aufbruch: genesis und die herausforderung wec
Der Weg zur Hypercar-Klasse war für Genesis kein Spaziergang. Mit Oreca als Partner für den Chassis und einem eigens entwickelten Hybrid-V8-Motor (G8mr) haben sie ein ambitioniertes Projekt ins Leben gerufen. Cyril Abiteboul als Team Principal und Gabriele Tarquini als Sportdirektor bringen jede Menge Erfahrung mit, doch der WEC ist bekannt für seine gnadenlose Konkurrenz. Lotterer, der bereits drei Siege in Le Mans und zwei Weltmeistertitel feiern durfte, weiß das nur zu gut: "Wir sind alle sehr wettbewerbsorientiert und werden nicht glücklich sein, bis wir nicht gewonnen haben."
Der Probelauf in Imola zeigte, dass Genesis zwar noch Lernprozesse durchläuft – das Team landete knapp außerhalb der Top 10 – aber die Grundlagen stimmen. "Wir haben mit Oreca zusammengearbeitet, eine gute Wahl, denn sie haben viel Erfahrung und haben uns bei der Entwicklung sehr geholfen," erklärt Lotterer. Der Fokus lag auf der Software und der Aerodynamik, Bereiche, in denen noch viel Potential schlummert.

Lotterers rückkehr: erneute motivation nach einer strategischen pause
Nach einer eher ruhigen Saison 2025, in der Lotterer sich auf die Entwicklung des Genesis-Hypercars konzentrierte, ist der erfahrene Pilot mit neuer Energie zurück. "Es hat mir gut getan, eine Pause einzulegen. Die ständige Belastung kann zu viel werden," gesteht er. Die Zeit nutzte er, um sich zu regenerieren und sich voll auf das neue Projekt zu konzentrieren.
Die Zusammenarbeit im Team scheint hervorragend zu funktionieren. Mit Pipo Derani und Mathys Jaubert bildet Lotterer ein starkes Trio. "Wir haben uns gut kennengelernt und vertrauen uns gegenseitig," so Lotterer. Auch die Zusammenarbeit mit Team Principal Abiteboul schätzt er: „Ich kann mit ihm über alles reden, er fragt nach meiner Meinung und hört zu. Das ist für mich sehr wichtig.“
Blicke nach vorne: ziele und erwartungen für genesis
Obwohl die Konkurrenz im WEC hoch ist, blickt Lotterer optimistisch in die Zukunft. Das Ziel ist klar: „Wir wollen auf das Podest fahren oder unter die ersten Fünf. Aber gleichzeitig wollen wir unser Bestes geben und die Rennen bestmöglich nutzen, um zu lernen und uns zu verbessern.“ Er betont, dass Genesis ein langfristiges Projekt ist und dass der Fokus nicht nur auf dem aktuellen Rennen liegt, sondern auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Teams und des Fahrzeugs.
Das erste Rennen in Imola wird zeigen, wo Genesis im Vergleich zur Konkurrenz steht. Doch eines ist sicher: Mit André Lotterer am Steuer und einem Team voller Ambitionen ist das Debüt von Genesis im WEC ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Die Saison 2026 verspricht einen spannenden WEC-Zyklus, und Genesis könnte sich als eine der Überraschungen erweisen. Die Zeit der Vorhersagen ist vorbei – die Motoren schnurren bereits, und die Rennen sprechen für sich. Lotterer und sein Team sind bereit, der Welt zu zeigen, was Genesis drauf hat.
