Lopetegui: debüt im wm-ringen – kann er den wm-fluch brechen?

Santa Clara, Kalifornien – 2.920 Tage der Ungeduld enden heute Nacht. Julen Lopetegui, der ehemalige spanische Nationaltrainer, steht vor seinem lang ersehnten Debüt bei einer Weltmeisterschaft. Ein Neustart, der vor acht Jahren hätte beginnen sollen, doch ein folgenschwerer Real-Madrid-Wechsel riss ihn 2018 aus dem Amt. Jetzt soll er mit Katar gegen die Schweiz bestehen – und den WM-Fluch beenden, der das Team seit Jahren verfolgt.

Katar: auf der suche nach dem ersten wm-punkt

Die Bilanz der Qatari-Auswahl in den letzten 15 Partien gegen europäische Teams liest sich düster: nur zwei Siege, fünf Unentschieden und acht Niederlagen. Zudem konnten sie in ihren letzten elf Auswärtsspielen keinen einzigen Erfolg einfahren. Lopetegui muss ein Wunder vollbringen, um die Mannschaft zu motivieren und das Momentum zu wenden. Es ist die Chance, Erfahrung zu sammeln und das Team für größere Aufgaben vorzubereiten. Das Ziel für diese WM ist klar: den ersten Sieg oder zumindest den ersten Punkt nach den drei deutlichen Niederlagen vor vier Jahren in ihrer Heimat zu holen. Ein Leck, das gestopft werden muss.

Doch es gibt Hoffnung: Afif, der unumstrittene Dreh- und Angelpunkt im Angriff, soll mit seinem Spielverständnis und seinen Vorlagen den entscheidenden Unterschied machen. Er ist der Mann, über den fast jeder Angriff läuft, der Kapitän, der seine Kollegen antreiben muss. Die Erwartungen sind hoch, und er wird sich dem Druck stellen müssen.

Die schweiz: eine mannschaft im umbruch

Die schweiz: eine mannschaft im umbruch

Das letzte Training der Schweizer Mannschaft war streng geheim gehalten worden. Murat Yakin, der Trainer, schweigt über die Aufstellung. Ein Fragezeichen steht hinter Ruben Vargas, dessen Einsatz aktuell ungewiss ist. Die Schweizer haben sich an die ungewohnten klimatischen Bedingungen in Kalifornien angepasst, einschließlich der überraschenden Begegnung mit Schlangen in der Nähe des Trainingsgeländes. Der Fokus liegt auf der Konzentration in der Jewish Academy of San Diego – ein Ort, an dem man sich auf das Wesentliche konzentrieren muss.

Die letzten Weltmeisterschaften waren für die Schweiz von der Gruppenphase geprägt, die sie stets meisterhaft bewältigten, aber an den K.O.-Runden scheiterten. Dieses Mal soll es weitergehen. Mazambi, ein junger Mittelfeldspieler, der bei Freiburg spielt, gilt als einer der vielversprechendsten Talente des Turniers. Gerüchte über einen Wechsel im Sommer für eine Ablösesumme in Millionenhöhe machen die Runde. Seine Entwicklung könnte der Schlüssel zum Erfolg der Schweizer sein.

Das Duell im Mittelfeld zwischen Afif und Mazambi verspricht ein spannendes Kräftemessen. Beide Spieler sind für ihre Kreativität und ihren Kampfgeist bekannt. Wer am Ende die Oberhand behält, wird entscheidend für den Ausgang des Spiels sein.

Lopetegui steht vor einer Mammutaufgabe. Er muss nicht nur die Mannschaft taktisch schlagfertig machen, sondern auch das Vertrauen zurückgewinnen, das durch die Ereignisse von 2018 verloren gegangen ist. Die Welt blickt gespannt auf sein Debüt. Ein Debüt, das mehr ist als nur ein Spiel – es ist eine zweite Chance.