Kanada stolpert gegen bosnien – bublé und morissette heizen die stimmung an!
Toronto erlebte ein Fußballfest der besonderen Art, das jedoch mit einem überraschenden 1:1-Unentschieden zwischen Kanada und Bosnien-Herzegowina endete. Vor dem Anpfiff sorgten Hollywood-Stars und Musiklegenden für einen fulminanten Auftakt, bevor die Teams auf dem Platz ihre Muskeln spielten.
Ein auftakt nach maß: musik und starbesuche
Die Eröffnungsfeier in Toronto war ein Spektakel. Michael Bublé, der kanadische Publikumsliebling, und die unverkennbare Stimme von Alanis Morissette ließen die Stadions, und das Publikum, mit einer kraftvollen Darbietung der kanadischen Nationalhymne in Ekstase verfallen. Ein solcher Empfang hat Seltenheitswert und sollte die Mannschaft zusätzlich beflügeln. Doch der sportliche Auftakt war turbulent.
Die Co-Gastgeber, Kanada, mussten gleich zu Beginn einen Rückschlag hinnehmen, als Jovo Lukic in der 21. Minute nach einer Ecke zum 0:1 für Bosnien-Herzegowina einköpfte. Ein früher Nackenschlag, der die Kanadier zunächst zu überraschen schien.
Die Kanadier zeigten zwar Phasen von spielerischer Überlegenheit, vergaben aber durch David und Oluwaseyi zwei Großchancen. Bosnien hingegen agierte in der ersten Halbzeit äußerst effektiv und verteidigte die Führung geschickt. Das Fehlen des Bayern-Stars Alphonso Davies, der aufgrund einer Blessur ausfiel, war bei den Kanadiern deutlich spürbar, während bei Bosnien Routiniers wie Edin Dzeko und Haris Tabakovic überraschend auf der Bank blieben.
Die zweite Halbzeit gehörte dann fast ausschließlich den Kanadiern. Ein Augenblick der Magie: Sead Kolasinac, der Ex-Schalker, verhinderte in einer atemberaubenden Rettungsaktion das sichere 1:1, indem er einen Schuss von Richie Laryea an die eigene Latte lenkte. Ein Moment, der die Zuschauer in Atem hielt und das Spiel kurzzeitig in einen Wahnsinn trieb.
Ermedin Demirovic verpasste im Gegenzug die Chance, die Führung für Bosnien auszubauen, als er den Ball zu weit vor sich schob. Doch dann, in der 79. Minute, kam Cyle Larin für Kanada zum Zug. Der Joker traf aus rund 14 Metern zur umjubelten 1:1-Gleichstellung. Der Jubel kannte keine Grenzen, auch Hollywood-Star Ryan Reynolds ließ es sich nicht nehmen, die Kanadier anzufeuern.
Am Ende blieb es beim gerechten Unentschieden, einem Ergebnis, mit dem beide Teams gut leben können. Die Partie zeigte, dass in der Welt des Fußballs auch vermeintlich klare Favoriten Federn lassen können und dass die Überraschung stets um die Ecke lauert.

Was die tabelle sagt
Die Ausgangslage in Gruppe B ist damit weiter unübersichtlich. Kanada und Bosnien-Herzegowina müssen nun gegen die Schweiz und Katar ihre Punkteansprüche untermauern. Die kommenden Spiele werden zeigen, wer hier den Kürzeren zieht.
